17.02.2019 09:36 |

Bluetooth-Speaker

JBL Charge 4: Voller Sound und voller Saft

Die Zeit der Après-Ski-Partys ist fast vorüber, die Zeit der Pool- und Strand-Partys kann kommen. Für da wie dort eignet sich der JBL Charge 4 hervorragend zur musikalischen Untermalung. krone.at hat die neueste Version des Bluetooth-Lautsprechers mit integriertem Akku zum Laden von Smartphone & Co. getestet.

Der JBL Charge 4 kommt in der für die Serie typischen, leicht bauchigen Zylinderform mit den freischwingenden Bassradiatoren an den beiden Enden daher. Das Design bleibt gegenüber dem Vorgänger weitgehend unverändert: In der Mitte des in verschiedenen Farben erhältlichen Speakers prangt das orange Firmenlogo, an der Oberseite befinden sich die Bedienelemente, rückseitig dagegen, versteckt hinter einer gummierten Abdeckung, die diversen Anschlüsse.

Die ganze Konstruktion wirkt gewohnt hochwertig und robust verarbeitet und ist gemäß IPX7-Zertifizierung erneut wasserdicht. Konkret darf der Charge 4 also maximal eine halbe Stunde lang in ein Meter tiefes Wasser getaucht werden.

Größerer Akku, größeres Gewicht
Auffallend ist das für einen Bluetooth-Lautsprecher dieser Dimension recht große Eigengewicht von rund 965 Gramm. Der Charge 4 ist damit gut 165 Gramm schwerer und auch geringfügig größer (220 x 95 x 93 mm zu 213 x 87 x 88,5 mm) als sein Vorgänger.

Der Grund dafür ist schnell gefunden: Der integrierte Akku fasst nun 7500 statt der vormals 6000 Milliamperestunden. Einfluss auf die maximale Spieldauer hat dies laut JBL allerdings nicht. Die beträgt auf dem Papier nämlich weiterhin bis zu 20 Stunden. Geändert hat sich jedoch die Ausgangsleistung, die nun 30 statt, wie noch beim Vorgänger, 20 Watt beträgt.

Spätestens, wenn es an das Laden müder Smartphone- oder Tablet-Akkus per rückseitigem USB-Anschluss geht, macht sich der größere Akku des Charge 4 aber bezahlt. Wann der Gang zur Steckdose nötig wird, verrät wie gehabt eine fünfstufige LED-Anzeige im Standfuß des Lautsprechers.

Der Charge 4 selbst wird per beiliegendem USB-C-Kabel aufgeladen, was bei vollständiger Entleerung an die vier Stunden in Anspruch nimmt und damit gut eine halbe Stunde weniger als beim Charge 3.

Was hat sich sonst noch geändert: Der Charge 4 unterstützt nun die schnellere und sichere Bluetooth-Version 4.2 (Charge 3: 4.1), lässt sich allerdings nur mehr mit zwei statt wie bislang drei Smartphones oder Tablets kabellos verbinden. Ärgerlicher dürfte in diesem Zusammenhang jedoch sein, dass der Charge 4 keine integrierte Freisprechfunktion mehr bietet. Im Falle eines Anrufs muss also zum „Hörer“ gegriffen werden.

Und klanglich? Da bietet der JBL gewohnt kraftvollen, bassigen und aufgrund seiner Konstruktion durchaus räumlichen Sound. Mit einem Frequenzbereich von 60 bis 20.000 Hertz tönt der Charge 4 dabei theoretisch sogar noch etwas tiefer als der Vorgänger, der 65 bis 20.000 Hertz abdeckt.

Für einen Speaker dieser Größe macht der Charge 4 jedenfalls durchaus beachtlichen Druck. Leise Töne bzw. Stücke mit viel Dynamik sind dagegen eher weniger seins, er will eben Party machen - gerne auch mit seinesgleichen, lassen sich mittels „Connect+“-Funktion doch bis zu 100 kompatible JBL-Lautsprecher miteinander verbinden.

Die gleichnamige App hilft bei der Einrichtung des sogenannten Party-Modus, stellt ansonsten aber ein ziemliches Ärgernis dar. Grund: Für die Nutzung ist eine Standortfreigabe zwingend erforderlich, andernfalls verweigert die App den Dienst. Wozu ein Lautsprecher die eigene Position kennen muss, fragen nicht nur wir uns, sondern auch viele erboste Nutzer.

Fazit: Viel hat sich gegenüber dem Vorgänger beim Charge 4 nicht geändert. Wichtigstes Kaufargument ist der deutlich größere Akku, von dem vor allem Viel-Telefonierer bzw. -Surfer profitieren dürften, die häufig über zu wenig „Saft“ klagen. Wem das den Aufpreis von 79 Euro gegenüber dem aktuell 100 Euro (UVP) teuren Charge 3 wert ist, kann bedenkenlos zugreifen, bieten Verarbeitung, Laufzeit und Klang doch keinerlei Anlass zur Kritik. Alle anderen freuen sich über die Ersparnis und greifen zum günstigeren Charge 3 mit Freisprechfunktion.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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