So, 20. Jänner 2019

Kündigungswelle

09.11.2018 07:57

Massiver Jobabbau bei Flohmarkt-App Shpock

Auf den Rücktritt der Führungsspitze vor rund einem Monat folgt nun eine massive Kündigungswelle bei der Wiener Flohmarkt-App Shpock. Der Personalstand soll von 180 auf rund 100 Mitarbeiter zusammengestrichen werden. Die betroffenen Arbeitnehmer wurden in den vergangenen Tagen informiert.

In Österreich ihren Job verlierende Mitarbeiter seien beim AMS zur Kündigung angemeldet worden, der Stellenabbau betreffe aber nicht nur österreichische Angestellte, sondern auch Mitarbeiter in Großbritannien, berichtete „Trending Topics“ am Donnerstag. „Unsere neue Strategie zielt darauf ab, Shpock zu einem rentablen Geschäft zu machen“, zitiert das Online-Nachrichtenportal den norwegischen Medienkonzern Schibsted, der Shpock 2015 mehrheitlich übernommen hat. Erst vor rund einem Monat waren CEO Bernhard Baumann und Finanzchef Rene Kalina von ihren Posten zurückgetreten,

Weniger Wachstum, mehr Geld
Nun erfolge ein Strategieschwenk weg von der Wachstumsorientierung hin zur „Monetarisierung“, heißt es seitens der Shpock-Mutter Schibsted. Ziel sei es nun, die Einnahmen zu steigern und die Kosten zu senken. Die Norweger wollen ihr Geschäft mit digitalen Kleinanzeigen-Portalen laut „Trending Topics“ in einem eigenen Unternehmen bündeln und 2019 an die Börse bringen. Im Laufe des kommenden Jahres solle der „Break-even“ erreicht werden. Von Shpock liegt keine offizielle Stellungnahme vor.

Bisher rund 100 Millionen Euro investiert
Schibsted hat Shpock im Jahr 2015 zu einer Bewertung von damals 190 Millionen Euro mehrheitlich übernommen. 91 Prozent gehören Schibsted, jeweils 4,5 Prozent sind bei den beiden Mitgründern Armin Strbac und Katharina Klausberger verblieben. Das Sagen haben die Norweger bei Shpock spätestens seit Anfang 2017, als Strbac und Klausberger die Leitung abgaben und an den bisherigen CEO Bernhard Baumann übergaben. 
Dem Bericht zufolge hat Schibsted bisher rund 100 Millionen Euro in die österreichische App-Firma investiert. 2017 habe diese einen Bilanzverlust von 70 Millionen Euro geschrieben. Der norwegische Mutterkonzern betreibt ähnliche Plattformen wie Shpock in rund 20 Ländern. Der derzeitige Schibsted-Chef Rolv Erik Ryssdal soll laut „Trending Topics“ die Führung des ausgegliederten Marktplatz-Unternehmens übernehmen.

 krone.at
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