24.10.2018 13:59 |

„Nicht verjährt“

Sexueller Übergriff? ÖSV wirft Trainer raus

Der ÖSV greift durch. Der Ski-Verband trennt sich mit sofortiger Wirkung von jenem Trainer, der laut „Spiegel“ vor seiner Zeit beim ÖSV in einen sexuellen Übergriff verwickelt war. Als einer von mehreren Männern soll er an einer Vergewaltigung beteiligt gewesen, wurde von diesem Vorwurf aber rechtlich freigesprochen.

Trotzdem lassen sich ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel (Bild) und Sportdirektor Hans Pum via Aussendung wie folgt zitieren: „Es gibt Vorfälle, die mögen juristisch verjähren, aber nicht moralisch.“ Der ÖSV müsse eine Vorbildwirkung haben. „Wir erwarten von allen Funktionären und Trainern einen tadellosen Leumund. Alle ÖSV-Mitarbeiter verpflichten sich zu respektvollem Umgang, Achtung der persönlichen Freiheit und wertschätzendem Verhalten“, so Schröcksnadel weiter.

Verwundert zeigt sich Schröcksnadel allerdings über den Zeitpunkt der sogenannten Enthüllung unmittelbar vor dem Start der Skisaison. Es wurden schon vor Monaten offizielle Ansprechstellen eingerichtet, an die man sich mit konkreten Hinweisen auch anonym wenden kann.

„Mindergewichtige Verurteilung“
Der Vorfall passierte Jahre vor der Tätigkeit des Trainers beim ÖSV, schien aber als „mindergewichtige Verurteilung“ in der Strafregisterbescheinigung nicht auf, weshalb der ÖSV davon keine Kenntnis haben konnte. Nach Prüfung der vorliegenden Informationen durch externe Juristen wurde die Zusammenarbeit trotzdem aufgelöst.

krone Sport
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