Do, 18. Oktober 2018

1:0 gegen Mattersburg

08.10.2018 06:16

Rapid erleichtert! Aber Didi musste auch leiden

Beim Liga-Debüt von Didi Kühbauer stoppte Rapid mit dem 1:0-Erfolg gegen Mattersburg die Talfahrt. „Jetzt haben wir wieder Kontakt nach oben“, war der Heimkehrer zufrieden. Auch die Stimmung in Hütteldorf ist nun wieder positiv.

Nach dem Schlusspfiff stimmte der Block West „Didi Kühbauer“-Gesänge an, die Spieler drehten eine Ehrenrunde, gab’s von allen Seiten Applaus. „Wir haben das Stadion mitgenommen, es gab keinen negativen Moment, alles positiv“, nickte Kapitän Stefan Schwab. „Der ganze Verein tritt wieder geschlossen auf.“

Vielleicht die wichtigste Erkenntnis des gestrigen 1:0-Sieges der Hütteldorfer. Nach drei Liga-Pleiten in Folge wurde beim Heim-Debüt von Didi Kühbauer die Talfahrt gestoppt. „Muss-Siege sind immer schwierig“, atmete auch der  47-Jährige auf. „Jetzt haben wir wieder Kontakt nach oben.“ Auf die Top 6, auf Sturm, fehlt jetzt nach zehn Runden nur noch ein Punkt.

„Einige am Zahnfleisch“
Für die Rapid-Ikone eine gelungene Rückkehr. Die aber auch ihm an die Substanz ging. „Ich freue mich über den Dreier, der war für den ganzen Klub sehr wichtig“, so Kühbauer, „hätten wir ein zweites Tor nachgelegt, hätte ich es vielleicht auch genießen können. So aber habe ich mehr gelitten.“

Weil man bei seinen Spielern die Strapazen der vielen englischen Wochen spürte: „Einige sind am Zahnfleisch dahergekrochen“, sah auch Kühbauer Murg, Schwab und Co. am Limit. „Am Schluss hat die Kraft gefehlt, mir hat schon alles wehgetan“, gestand Murg. „Aber es war ein Sieg der Leidenschaft. Wir haben es drüber gebracht, den Schweinehund überwunden.“

„Mut zum Risiko“
Auch ein Verdienst von Kühbauer: „Er hat uns vermittelt, an unsere Stärken zu glauben, uns was zu trauen. Er pusht uns“, erklärt Murg. Und das in einem neuen System. Nur einmal, am Samstag, wurde die Mittelfeld-Raute hinter der Doppelspitze trainiert: „Man muss Mut zum Risiko nehmen“, grinste Kühbauer, dem die Flügel ausgingen, der daher das Spiel durchs Zentrum forcieren wollte. „Wir mussten was verändern, wollten variabel sein. Letztlich ist es aufgegangen.“

Und jetzt hat man in der Länderspiel-Pause zwei Wochen Zeit, um daran zu feilen. Sogar in Ruhe.

Rainer Bortenschlager, Kronen-Zeitung

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