Di, 13. November 2018

Polizei warnt

24.08.2018 08:37

„Von Drogen kommt nur weg, wer es wirklich will!“

Ohne Rücksicht auf Verluste versuchen Drogendealer mit schmutzigen, hinterhältigen Tricks Konsumenten in die Abhängigkeit zu locken. Denn einmal im Teufelskreis gefangen, gibt’s fast kein Entkommen mehr. So kennen erfahrene Suchtgift-Ermittler nur wenige Fälle, wo Betroffene auch wirklich vom Gift losgekommen sind.

„Von Suchtgift wegkommen kann wirklich nur jener, der auch tatsächlich bereit ist, freiwillig in eine Therapie zu gehen“, ist ein erfahrener Kärntner Suchtgift-Ermittler überzeugt: „Ist’s von der Pensionsversicherung, der Justiz oder einer anderen Stelle nur auferlegt, ist es für mich grundsätzlich sinnlos.“ Besonders wichtig ist für den Polizisten auch, dass das Umfeld, die Familie, voll dahinter steht.

Den Therapieeinrichtungen stehen Suchtgift-Ermittler selbst skeptisch gegenüber: „Denn der Erfolg dieser ist, dass die Betroffenen die Suchtmittel, also die Ersatzdrogen Substitol, Methadon & Co. von der Krankenkasse finanziert bekommen und nicht mehr unkontrolliert Substanzen konsumieren und sich die Beschaffungskriminalität ersparen.“

Einzige Lösung chemischer Entzug
Weg vom Gift sind die Betroffenen damit nicht. „Das funktioniert nur mit chemischem Entzug, der laut Experten 14 Tage dauert. Doch danach braucht’s umfangreiche psychologische Betreuung und den Willen, clean zu werden.“ In Kärnten kennt der Ermittler nur zwei Fälle, wo Betroffene ohne Hilfe weggekommen sind: „Ohne medizinische Betreuung ist es gefährlich, weil der Körper kollabieren könnte.“

Hannes Wallner
Hannes Wallner

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