Di, 17. Juli 2018

Screenshots und Videos

05.07.2018 12:28

Android-Apps teilen sensible Daten mit Drittfirmen

US-amerikanische IT-Sicherheitsforscher warnen Android-Nutzer vor den Apps auf ihren Handys. Eine Funktion, mit der Entwickler Screenshots aufzeichnen können, ohne sich dafür zuvor eine Berechtigung holen zu müssen, wird zur Überwachung und Auswertung des Nutzerverhaltens genutzt. Dabei werden auch sensible Daten an die Server von Drittfirmen gesendet.

Davor warnen Sicherheitsforscher mehrerer US-Unis, berichtet das IT-Portal Heise.de. Die Forscher haben Apps dabei beobachtet, wie sie Screenshots und Videos ihrer Benutzeroberfläche aufgenommen und diese an die Server von Drittfirmen geschickt haben. Dass eine App einen Screenshot von sich selbst aufnehmen kann, wird nicht per se als ungewöhnlich gewertet. Bei unfertiger Software, die sich noch in der Betaphase befindet, erhalten Entwickler auf diesem Wege wertvolle Infos.

Allerdings waren die Apps, bei denen die Forscher entsprechende Übertragungen beobachtet haben, keine unfertigen Betas. Vielmehr waren es fix und fertige Anwendungen, die Screenshots und Videos, auf denen auch sensible Daten wie Kreditkartennummern oder Kontakte zu sehen waren, an zwei externe Analysefirmen namens Appsee und TestFairy geschickt haben, um das Nutzerverhalten auszuwerten.

Fast jede Android-App kann Screenshots machen
Dieses Vorgehen ist nicht nur aus einer Datenschutzperspektive problematisch, sondern auch ziemlich verbreitet. Die Forscher haben über 17.000 Apps aus dem Google Play Store und kleineren App-Marktplätzen unter die Lupe genommen und festgestellt, dass 89 Prozent davon zumindest die Möglichkeit haben, unbemerkt Screenshots oder sogar Videos aufzunehmen.

Freilich schicken nicht all diese Apps sie zur Analyse an Drittfirmen, die Forscher sind dennoch besorgt: „Unsere Studie enthüllt alarmierende Privatsphäre-Risiken im App-Ökosystem von Android, darunter Apps, die überversorgt mit Berechtigungen sind und Apps, die Bild- und Videodaten mit Dritten teilen, ohne es den User wissen zu lassen oder sein Einverständnis einzuholen.“

 krone.at
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