Mi, 16. Jänner 2019

MotoGP-Superstar

05.06.2018 15:25

„Beeindruckend!“ Marquez begeistert als F1-Pilot

MotoGP-Champ Marc Marquez hat am Dienstag auf dem Red Bull Ring in Spielberg erstmals einen Formel-1-Renner pilotiert. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, mit dem Auto zu fahren, vor allem der Anpressdruck und die Geschwindigkeit, mit der man die Kurven nehmen kann, sind beeindruckend“, schwärmte der 25-Jährige nach seinen ersten Runden in einem älteren Boliden mit aktueller Toro-Rosso-Lackierung.

„Der größte Unterschied zur MotoGP ist der Bremspunkt. Das ist schwer zu verstehen. Und auch die Art zu bremsen, ist total unterschiedlich. In der MotoGP bremst man früher und sanfter“, erklärte Marquez, der sich außerdem erst an das neue „Gesichtsfeld“ gewöhnen musste. „Im Auto fühlt man sich zwar sicherer, aber ich kenne das Limit nicht.“ Beim Motorrad gebe es dagegen „mehr Warnsignale“, wenn man in den Grenzbereich vorstoße.

Vor den Augen von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz, dessen Motorsport-Konsulent Helmut Marko, Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda und Ex-Formel-1-Pilot Mark Webber, der als „Fahrlehrer“ für den F1-Novizen fungierte, überzeugte Marquez aber auf Anhieb auch auf vier Rädern. „Das war eine sehr, sehr beeindruckende Leistung“, betonte Marko und verriet auch Zeiten aus der Vormittagssession. „Er hat mit 1:21 Minuten angefangen, war von Anfang an konkurrenzfähig und ist jetzt schon bei 1:14. Er hat meine Erwartungen mehr als erfüllt.“

Mateschitz scherzt
Zum Vergleich: Im Vorjahr lagen die schnellsten Trainingszeiten beim Formel-1-WM-Lauf bei 1:05 Minuten auf dem 4,318 km langen Kurs in der Steiermark. Auch Mateschitz war deshalb laut Marko von Marquez begeistert und meinte im Scherz, dass der Katalane wahrscheinlich der nächste Motorrad-Champ sein könne, der auch in der Formel 1 Weltmeister werde. Dieses ist Kunststück ist bisher nur dem legendären Engländer John Surtees gelungen.

Der im Vorjahr 83-jährige verstorbene Brite holte in den Jahren 1956 sowie 1958 bis 1960 jeweils den Motorrad-WM-Titel in der Klasse bis 500 ccm. Dazu kamen noch drei weitere Weltmeister-Trophäen in der Kategorie bis 350 ccm (1958 bis 1960). 1960 fuhr er dann auch schon parallel in der Formel 1, in der er 1964 Champion wurde.

Neben Surtees gelang nur noch drei anderen Motorrad-Weltmeistern der Sprung in die Auto-Königsklasse: Nello Pagani (ITA), Mike Hailwood (GBR) und Johnny Cecotto (VEN). Und Altmeister Valentino Rossi, der es auf zwei Rädern bisher auf neun WM-Titel (sieben davon in der Topkategorie) gebracht hat und dessen „Lieblingsfeind“ Marquez ist, machte bei Testfahrten im Ferrari so eine gute Figur, dass er 2006 sogar in die Formel 1 hätte wechseln können. Der mittlerweile 39-jährige Italiener saß zuletzt 2010 in einem F1-Cockpit.

Marquez bleibt MotoGP treu
Marquez hat aber keine Ambitionen, einmal auf den Spuren von Surtees zu wandeln. „Das ist nicht meine Absicht“, sagte der Honda-Werkspilot, der seinen Ausflug in die Formel 1 als „großartige Erfahrung“ bezeichnete. „Es war unglaublich, erstmals mit einem Formel-1-Auto zu fahren.“ Gleichzeitig dankte er Webber, Marko und Lauda für deren Unterstützung. „Umgeben von diesen Legende war alles leichter. Ein unvergesslicher Tag.“

Die Nacht davor sei er jedoch „sehr nervös“ gewesen. „Es war schwer, Schlaf zu finden“, verriet Marquez. „Beim Frühstück war es sehr still, er war da schon sehr konzentriert“, berichtete Webber, der seinen Schützling ebenfalls lobte. „Er war großartig.“ Lauda bewundert Marquez dafür, „was er auf diesen Motorrädern leistet. Das ist eine unglaubliche Leistung“, bekräftigte Österreichs Formel-1-Legende.

Marquez hält bei insgesamt sechs Motorrad-WM-Titeln und ist der jüngste Vierfachchampion der MotoGP-Klasse. Heuer will der Honda-Werkspilot diese Erfolgsbilanz weiter auffetten. Trotz seines „Nullers“ am Sonntag in Mugello, wo er nach einem Sturz als 16. punktlos geblieben ist, führt Marquez nach sechs von 19 Saisonrennen immer noch mit 23 Punkten Vorsprung auf seinen Erzrivalen Rossi. „Das ist ein guter Polster, aber es gibt noch 13 WM-Läufe“, bemerkte Marquez.

Sein Formel-1-Test hat sich laut Marko im Zuge der Toro-Rosso-Verhandlungen mit Honda als „eine Art Belohnung“ ergeben. „Im Hinterkopf war aber ganz klar, wie schnell ist der Bursch“, gestand Marko, der sich den aktuell besten Zweirad-Piloten durchaus in der Königskategorie auf vier Rädern vorstellen kann. „Wir hoffen, sollte er einmal alle Rekorde in der MotoGP eingestellt haben, dass er zu uns in die Formel 1 wechselt.“

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