Mi, 17. Oktober 2018

Nach Doppelsieg

14.05.2018 05:33

Jubel bei Mercedes: „Wie in alten Zeiten!“

Nach dem Doppelsieg durch Lewis Hamilton und Valtteri Bottas beim Grand Prix von Spanien in Barcelona strahlte die Mercedes-Spitze bis über beide Ohren und will auch weiterhin „mächtig Druck ausüben“.

Friede, Freude, Eierkuchen bei den „Silberpfeilen“. Nach dem Doppelsieg durch Lewis Hamilton, seinem 64. GP-Sieg insgesamt, und Valtteri Bottas nahm die Champagner-Party in der Mercedes-Garage natürlich rasch Fahrt auf. „Unglaublich, wie Lewis dominiert hat, und auch wie sich Valtteri diesen zweiten Platz erkämpft hat - das war schon wieder wie in alten Zeiten“, jubelte Niki Lauda, Vorstandsvorsitzender beim Serien-Champion.

Lachen mit Skepsis
Und auch Teamchef Toto Wolff stand das Lächeln gut zu Gesicht: „Mit so einem Ergebnis können wir Barcelona mit einem Lachen verlassen, allerdings auch mit einer gehörigen Portion Skepsis, weil wir nicht wissen, wie’s in zwei Wochen in Monte Carlo laufen wird.“

„Das Auto und ich waren eine echte Einheit“
Hamilton, der nach Baku seinen zweiten Sieg in Serie einfuhr, kontrollierte das Rennen, das abgesehen von einem glimpflich verlaufenen Startcrash (Grosjean riss Hülkenberg und Gasly mit ins Verderben) wenig Höhepunkte zu bieten hatte, nach Belieben. „Der Grund für diesen Erfolg? Das Auto und ich waren zum ersten Mal eine echte Einheit.“ Und der 33-Jährige aus Stevenage dürfte jetzt wieder auf den Geschmack gekommen sein: „Jetzt machen wir richtig Druck, wir wollen noch ein paar Doppelsiege!“

Lauda bremst. „Das Imperium hat jetzt zurückgeschlagen, aber es war nur ein Rennen nach vier eher verkorksten. Alles hat sich neutralisiert, aber wir müssen mit der gleichen Konsequenz weiterarbeiten, um den Dirigentenstab nicht gleich wieder aus der Hand geben zu müssen.“ Lewis ist nicht zu haltenDass Mercedes, das auch durch den vierten Platz von Sebastian Vettel („Das war nur ein Rennen, nicht der Weltuntergang“) und den Ausfall von Kimi Räikkönen wieder die Führung in der Marken-WM übernommen hat, ist für Wolff nicht unbedingt Indiz, dass man im Wettrüsten die Nase vorne hat. „Barcelona liegt uns, die Temperaturen waren für unser Auto okay - und Lewis ist, wenn er wieder sein Selbstvertrauen hat, einfach nicht zu halten. Aber es kann auf jeder Strecke wieder in Richtung Ferrari oder Red Bull gehen. Wir müssen sehr auf der Hut sein.“

Richard Köck, Kronen Zeitung

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