Mi, 19. Dezember 2018

Betrüger aktiv:

07.05.2018 11:11

Firmen viel Geld abgeluchst

Immer öfter geraten Firmen ins Visier raffinierter Betrüger. Erst kürzlich hatte, wie berichtet, ein selbstständiger Unternehmer aus dem Bezirk Eisenstadt mehr als 10.000 Euro für Aktien-Investments nach Hongkong überwiesen. Das Geld ist weg. Die Polizei warnt vor den facettenreichen Methoden der Profi-Täter.

„Vorsicht ist besonders bei angeblich hohen Renditen geboten“, erklärt ein Ermittler des Landeskriminalamtes in Eisenstadt. Eine spezielle Masche ist der so genannte CEO-Fraud. Die Betrüger geben sich als Firmenchefs aus, international als Chief Executive Officer (CEO) bezeichnet. In solchen Fällen fordern die Täter per E-Mail Mitarbeiter in Unternehmen im vermeintlichen Auftrag der Geschäftsführung auf, rasch Geldbeträge - meist auf ausländische Konten - zu überweisen. „Häufig wird dabei in den E-Mails keine persönliche Anrede verwendet. Mitunter ist auch die Mailadresse leicht abgeändert. Darauf sollten die Empfänger unbedingt achten“, sagt ein Fahnder. Gute Fälschungen sind aber oft nicht erkennbar, da professionelle Betrüger im Vorfeld firmeninterne Gepflogenheiten recherchieren.

„Oft werden die Opfer dann noch unter Zeitdruck gesetzt oder gar auf die Geheimhaltung der Überweisung hingewiesen“, heißt es. Vor allem streng geführte Unternehmen seien auf diese Form des Betruges anfällig, weiß die Polizei. Im Zweifelsfall gilt stets das „Vieraugenprinzip“ - direkt beim eigenen Firmenchef nachfragen.

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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