Fr, 19. Oktober 2018

Immer mehr Verkehr:

26.04.2018 10:39

Anrainer verzweifeln wegen Autolärm

Staus und Lärm - das zerrt an den Nerven. Nicht nur Lenker, auch Anrainer leiden darunter. Immer mehr Betroffene klagen über Beschwerden. Ein permanenter Geräuschpegel von 65 Dezibel gilt bereits als gesundheitsschädlich - Straßen weisen oft mehr als 75 Dezibel auf.

„Verkehrslärm ist nicht nur ein Ärgernis, dauerhaft macht er krank“, warnt der Verkehrsclub Österreich. Im Burgenland leiden laut aktuellen Daten 64.000 über 15-Jährige unter einem zu lauten Umfeld. Für mehr als die Hälfte davon ist Straßenlärm der Nervtöter Nummer eins. Durch Kfz-Verkehr seien 35-mal so viele Menschen belastet wie durch Bahnlärm, zehnmal so viele wie durch Flugzeuge, heißt es. In Niederösterreich fühlen sich 260.000 Bewohner von Autos, Lkw & Co. lärmmäßig überfahren. „Ein permanent hoher Geräuschpegel verursacht Stress. Mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Schlafstörungen, Bluthochdruck bis zu Herzerkrankungen können die Folge sein“, wird betont.

Bestes Mittel gegen den Straßenlärm sei naturgemäß das Vermeiden von Fahrten. Wo der Umstieg auf Bahn oder Rad nicht möglich ist, sei dem Dröhnen der Motoren mit Tempolimits beizukommen, raten Experten. Gegen dicke Brummer auf den Straßen helfe nur eines: Lkw-Transit reduzieren!

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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