Mo, 17. Dezember 2018

Im Brennpunkt

27.05.2018 07:00

Was macht Österreich so kinderfreundlich?

Zahlreiche österreichische Initiativen wollen den Kleinsten in unserer Gesellschaft und speziell den Familien das Leben, die Freizeit und den Urlaub noch angenehmer gestalten. Ist es der Gratis-Kakao im Fast-Food-Restaurant, die kostenlose Babywindel im Kinderhotel, der Eltern-Kind-Treffpunkt, der Mini-Schwimmkurs oder der freie Eintritt für Kinder unter fünf Jahren?

Programm für die Kleinen
Was macht ein Unternehmen, eine Gemeinde, eine Region oder ein ganzes Land eigentlich kinderfreundlich? „Angebotsvielfalt, Qualitätsmerkmale, Sicherheitsstandards - das ist es, was für uns wichtige Indikatoren sind“, erklärt Gerhard Stroitz von Kinderhotels Österreich. Die Kinder- und Familienhotelgruppe mit Sitz in Kärnten vereint in Österreich, Deutschland, Italien, Portugal und Kroatien insgesamt 51 Betriebe, die mit 7000 Betten, 350 Kinderbetreuern und 300 Betreuern in Ausbildung speziell auf die Kinderfreundlichkeit ausgerichtet sind. Magnet für Eltern sind dabei spezielle Angebote wie etwa Windelschischule für Kleinkinder, Urlaub für frischgebackene Eltern oder betreute Programme für die Kleinsten. Auch das Gourmet-Magazin „Falstaff“ weist immer wieder auf speziell kinderfreundliche Restaurants in Österreich hin

„Geht’s den Kindern gut, geht’s uns allen gut!“
Dabei scheint für die Eltern der Grundsatz zu gelten: „Geht’s den Kindern gut, geht’s uns allen gut!“ Und genau auf diesen Wunsch der Eltern hören seit Jahren auch Gemeinden, Städte und sogar Regionen, wenn sie das offizielle Audit „Familienfreundliche Gemeinde“ - angeboten von der Familien&Beruf Management GmbH - beantragen. Auch die Unicef - die größte Kinderrechtsorganisation der Welt - hat sich seit einigen Jahren zum Ziel gesetzt, immer mehr dieser Gemeinden noch ein zusätzliches Upgrade zu bieten.

Als Teil der weltweiten Initiative „Child Friendly Cities Initiative“ gibt es auch das Audit „Kinderfreundliche Gemeinde“ in Österreich zu erlangen. „Seit dem Start im Jahr 2013 sind schon über 170 Gemeinden dabei“, freut sich Anja Mayer von Unicef.

Auch die in den Bundesländern sehr erfolgreichen Familienkarten tragen das Ihre für mehr Wohlbefinden von Familien bei. Zumindest zeigen die Studien die langsam, aber stetig wachsende Zufriedenheit der Österreicher mit der Kinderfreundlichkeit. Aber liegt es nur an diesen Angeboten? Oder geht es nicht auch um das bewusste Hören und Sehen der Kinder mit all ihren Bedürfnissen der Zeit? Eine Studie, die nur Kinder befragt, wäre wohl der nächste Schritt zu noch mehr Kinderfreundlichkeit!

Interview mit Elisabeth Wenzl (38), Geschäftsführerin der Familie und Beruf Management GmbH:

„Krone“: Eine familienfreundliche Gemeinde zu sein - was bedeutet das, Frau Wenzl?
Elisabeth Wenzl: Eine Gemeinde oder Stadt darf sich erst nach einer Reihe von geplanten, umgesetzten und nachhaltigen Familien- und Kinder-Schwerpunkten sowie einer Überprüfung dessen so nennen. Das ist klar geregelt.

Was sind solche Maßnahmen konkret?
Das ist je nach Ausgangssituation ganz unterschiedlich. Das kann etwa eine Krabbelgruppe, eine Kinderbetreuung in den Ferien, eine Ferialjobbörse bis hin zu einer Mütterrunde sein. Wichtig ist, dass eine Reihe von Maßnahmen gesetzt und diese auch über einen langen Zeitraum beibehalten werden.

Erst dann gibt es eine Zertifizierung durch Ihr Unternehmen?
Ja, erst nach einer externen Begutachtung. Und dann ist es auch durch eine Tafel an der Ortseinfahrt sichtbar.

Warum sollte eine Gemeinde diese Auszeichnung anstreben?
Die gesetzten Maßnahmen machen sie attraktiv für Familien! Wir wissen, dass diese Orte mehr Zuzug, mehr Zufriedenheit und eine höhere Kommunalsteuerabgabe haben.

Sabine Kronberger, Kronen Zeitung

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