Do, 21. Juni 2018

Götze „abgewatscht“

17.03.2018 07:01

Peter Stögers Abrechnung mit dem WM-Helden

Eigentlich wäre ein „Frust-Whisky“ angebracht gewesen – doch Peter Stöger beließ es zu mitternächtlicher Stunde im Salzburger Teamhotel von Dortmund bei einer Tasse Tee. Der Ärger über die Leistung der Borussia war noch immer groß, seine Gedanken behielt er für sich. So wie er es in der Pause getan hatte. Was ganz gut gewesen sei, wie er ironisch anmerkte: „Sonst vergreift man sich im Ton.“

Hatte er nur bei einem nicht getan, Mario Götze „watschte“ der Trainer öffentlich ab: „Mit ihm waren wir überhaupt nicht zufrieden, nur mit Hacke und Spitze kannst du in so einem Spiel nichts gewinnen!“ Folge: Stöger nahm Götze, den deutschen WM-Helden, der 2014 im Finale gegen Argentinien das Goldtor erzielt hatte, zur Pause heraus. Götze fehlt im gestern veröffentlichten deutschen Teamkader ebenso wie Marco Reus, dessen Nicht-Nominierung nach langer Pause aber zu erwarten war.

Viel Zeit zum Verarbeiten der Blamage bleibt Dortmund nicht, Sonntag wartet in der Liga Hannover, die Top vier sind das Ziel. Würde Champions League bedeuten und Stöger bessere Karten im Vertragspoker bescheren. Dass beim BVB eine Generalüberholung des Kaders notwendig ist – ob mit oder ohne Stöger – weiß man spätestens seit Donnerstag. Stögers „schwarze Trainer-Serie“ gegen Salzburg setzte sich fort, 15 Duelle in Folge hat er gegen die Bullen nun nicht gewonnen.

Was Sonntag sein Ex-Klub Austria in der heimischen Liga probiert, der letzte violette Dreier in der Mozartstadt liegt ein Weilchen zurück – 3:2 am 21. September 2014. Danach: zwei Unentschieden, vier Niederlagen.

Für Neo-Trainer Thomas Letsch ist es die erste Rückkehr an die einstige Wirkungsstätte: „Wir hatten mit den zwei Siegen gegen Wolfsberg und St. Pölten einen guten Start bei der Austria, jetzt können wir zeigen, dass wir auch gegen eine Mannschaft wie Salzburg bestehen können.“

Peter Klöbl, Kronen Zeitung

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