Do, 15. November 2018

Achtung Lebensgefahr!

21.02.2018 06:00

Blutvergiftung als Folge von Lungenentzündung

Wird eine Pneumonie, so der Fachbegriff für Lungenentzündung, nicht behandelt, drohen ernste Komplikationen. Tritt eine Blutvergiftung als Folge einer schweren Infektion auf, kann dies sogar lebensbedrohlich werden.

Auf der Liste der tödlichen Infektionskrankheiten liegt die Pneumonie weltweit gesehen – auch in Österreich – ganz vorne. Besonders gefürchtet ist die Entwicklung einer Blutvergiftung als Folge einer durch Pneumokokken oder andere Bakterien verursachten schweren Erkrankung des Atmungsorgans. Dadurch kann der ganze Organismus in Mitleidenschaft gezogen werden und im Verlauf Kreislaufversagen drohen.

Hinweisende Symptome sind neben hohem Fieber unter anderem niedriger Blutdruck, beschleunigte Atmung oder Herzfrequenz aber auch Bewusstseinsveränderungen sowie verminderte Harnausscheidung. "Solche Patienten müssen intensiv überwacht werden! Häufig geschiet dies auf Intensivstationen mit Möglichkeiten zur Beatmung und weiteren Organersatzverfahren. Verschiedene Untersuchungen zeigten übereinstimmend, dass die Pneumonie mit 45 bis 60 Prozent die häufigste zugrundeliegende Ursache einer Blutvergiftung darstellt", erläutert der Vertreter des Arbeitskreises Infektologe der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP).

Laut einer Studie kann jede Stunde Verzögerung der Antibiotika-Gabe einen Anstieg der Sterblichkeit um 7,6 Prozent pro Stunde nach sich ziehen.  Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung der Lungenentzündung ist daher vor allem bei älteren Personen wichtig und kann Leben retten! Als präventive Maßnahmen sind auch Impfungen, etwa jene gegen Pneumokokken als häufigster bakterieller Erreger einer Lungenentzündung,  sinnvoll. Diese wird im österreichischen Impfplan für Säuglinge und Personen ab dem vollendeten 50. Lebensjahr sowie für definierte Risikogruppen dringend empfohlen. ÖGP-Präsident Prim. Univ.- Prof. Dr. Peter Schenk, Vorstand der Abteilung für Pulmologie, Landesklinikum Hochegg (NÖ) betont: "Jede Lungenentzündung muss ernst genommen werden und es sollte insbesondere auf Komplikationen geachtet werden." 

Gesundheitsredaktion, Kronen Zeitung

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