20.02.2018 12:28 |

Schon 30 Sammelklagen

CPU-Lücken: Auf Intel kommt Prozesslawine zu

Die Anfang des Jahres publik gewordenen Sicherheitslücken in Intel-Prozessoren werden für den Chip-Giganten immer problematischer. Neben dem entstandenen Imageschaden, der durch problematische Updates noch verschärft wurde, sieht sich das Unternehmen auch mit Klagen konfrontiert. Allein in den USA sollen mehr als 30 Klagen gegen Intel eingereicht worden sein. Bei Intel hofft man, dass daraus keine allzu großen finanziellen Belastungen entstehen.

Wie das IT-Portal „Golem“ berichtet, haben mehr als 30 Gruppen in den USA Sammelklagen gegen Intel eingereicht. Die Kläger verlangen eine Entschädigung wegen der Sicherheitslücken in aktuellen Intel-Prozessoren. Bei den Klagen handelt es sich um 30 Sammelklagen von Konsumenten und zwei Wertpapier-Sammelklagen.

Intel erwartet „keine erheblichen“ Belastungen
Die Verbraucher verklagen Intel, weil sie eigener Ansicht nach durch das Geschäftsgebaren des Chipherstellers und seine Informationspolitik Nachteile erlitten haben. Sollten die Klagen erfolgreich sein, drohen Intel große finanzielle Belastungen. Beim Chiphersteller glaubt man allerdings nicht, dass die Klagen Erfolg haben werden und erwartet „keine erheblichen“ finanziellen Auswirkungen.

Auszuschließen sind Entschädigungszahlen nicht. Intel soll seit dem Sommer von den Lücken in seinen Prozessoren gewusst, zunächst aber keine Infos dazu herausgegeben zu haben. Hinzu kommt, dass Intel-Chef Brian Krzanich im November mit einem großen Aktienverkauf Fragen aufgeworfen hat. Dass die Updates, die Intel zur Behebung der Probleme veröffentlicht haben, auf einigen PCs Probleme und fast alle PCs messbar langsamer machen, dürfte Intel ebenfalls nicht zum Vorteil gereichen.

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