Mi, 18. Oktober 2017

Studie aus GB:

24.04.2017 10:51

Jugendliche klagen über „Handy-Sucht“ der Eltern

Verbringen Kinder zu viel Zeit am Smartphone? Viele Eltern bejahen diese Frage, dabei sind sie selbst oft kein Vorbild. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus Großbritannien, bei der 2000 Jugendliche zwischen 11 und 18 zu den Handy-Gewohnheiten der Eltern befragt wurden. Jeder dritte hat diese schon einmal auffordern müssen, das Smartphone wegzulegen.

Die Studie wurde im Auftrag der britischen Direktorenkonferenz und der Initiative "Digital Awareness UK" erarbeitet und kommt laut BBC zur Erkenntnis, dass Eltern in puncto Smartphone-Nutzung nicht unbedingt ein Vorbild für ihre Sprösslinge darstellen müssen.

Auch Eltern nutzen Smartphone beim Essen
Mehr als ein Achtel der befragten Jugendlichen gab an, die Eltern beschäftigten sich beim Essen mit ihrem Smartphone - obwohl bei einer Vergleichsumfrage unter 3000 Eltern 95 Prozent behaupteten, beim Essen nicht zum Smartphone zu greifen.

Überdies sind 82 Prozent der Jugendlichen der Meinung, das gemeinsame Essen sollte eine Smartphone-freie Zone sein. Jeder fünfte glaubt, dass die Nutzung von Smartphones seine Familie daran hindert, die gemeinsame Zeit zu genießen.

36 Prozent der Befragten haben ihre Eltern darauf angesprochen - mit gemischten Reaktionen. 46 Prozent der Eltern hätten gar nicht auf die Bitte reagiert, das Smartphone wegzulegen, 44 Prozent hätten gereizt reagiert, so die Jugendlichen.

Kinder greifen oft im Bett zum Smartphone
Die Studie aus Großbritannien zeigt allerdings nicht nur, dass Eltern bisweilen ähnliche Smartphone-Nutzungsvorlieben haben wie ihre Kinder, sondern auch, dass Kinder sich nicht immer vom Handy trennen können, wenn dies ratsam wäre. So kommt man etwa zum Schluss, dass mehr als die Hälfte der Jugendlichen nach dem Zubettgehen nochmal zum Smartphone oder Tablet greifen.

Dass dies nicht gesund ist, wissen die Jugendlichen selbst: 47 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich wegen ihres Smartphone-induzierten Schlafentzugs Sorgen machen. Dabei ist die Wahrnehmung der Eltern eine ganz andere. Unter den Eltern gab nur jeder zehnte an, er sorge sich um die Schlafqualität seiner Sprösslinge.

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