Sa, 26. Mai 2018

Viele Probleme

07.08.2016 19:00

Was auf dem Wohnungsmarkt alles schiefläuft

Wieder kein neues Mietrecht, wieder keine finanziellen Verbesserungen für jene Wiener, die sich auf dem privaten Wohnungsmarkt umsehen müssen. Die Arbeiterkammer hat für die "Krone" das aktuelle System analysiert. Was derzeit alles schiefläuft: von zu hohen Mieten über Befristungen bis zu falschen Betriebskosten.

"Wir brauchen rasch eine neue bundesgesetzliche Regelung, die Transparenz und Konsumentensicherheit bei den Mieten sicherstellt", sagte schon Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ). Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske sieht das genauso: "Die Wohnkosten reißen tiefe Löcher ins Geldbörsel."

Was auf dem freien Markt schiefläuft:

  • Hohe Mieten: Schon jetzt müssen 25 Prozent aller in privaten Altbauwohnungen lebenden Mieterhaushalte mehr als 40 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben. Ein typischer Fall: Vermieter dürfen einen Zuschlag von 80 Prozent verrechnen, Begründungen dafür braucht es keine.
  • Befristung: Ein typischer Fall laut Kammer: Eine Familie hätte eine Verlängerung ihres befristeten Mietvertrags auf weitere drei Jahre nur dann bekommen, wenn sie einen um 20 Prozent höheren Mietzins akzeptiert. Leider eine gängige Praxis in Wien.
  • Falsche Betriebskosten: Immer wieder sind die Abrechnungen falsch. Einer der Gründe, weshalb nichts passiert: Wer einen befristeten Vertrag hat, geht meist nicht rechtlich dagegen vor.
  • Hohe Maklerprovisionen: Ein guter Makler informiert Kunden über Mietobergrenzen und Co. Das Problem: Mieter müssen auch die schwarzen Schafe bezahlen. In Deutschland zahlt der Auftraggeber die Provision.

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