So, 22. April 2018

Proteste in Frankreich

05.01.2018 06:33

Apple fordert Hausverbot für Attac-Aktivisten

Apple geht juristisch gegen die globalisierungskritische Organisation Attac in Frankreich vor. Der iPhone-Hersteller reichte am Donnerstag vor dem Pariser Landgericht eine Eilklage gegen Attac ein, nachdem Aktivisten mehrfach Apple-Läden in Paris und anderen Städten besetzt und gegen "Steuerhinterziehung" durch den US-Konzern protestiert hatten.

Apple will ein dreijähriges Hausverbot für Attac-Aktivisten in all seinen französischen Geschäften erwirken. Bei Zuwiderhandlung soll der Organisation eine Geldstrafe von 150.000 Euro drohen. Der US-Hersteller argumentiert, dass durch die Aktionen von Attac die "Verwüstung von Geschäften und Gefahr für die Sicherheit der Angestellten und der Kunden" drohe.

Ein Sprecher von Attac France entgegnete, dass die Aktionen rein "symbolisch und gewaltfrei" seien. Bisher habe es keinerlei Sachbeschädigung gegeben. Zuletzt hatten die Aktivisten am 2. Dezember stundenlang den Apple-Store an der Pariser Oper besetzt und eine Polonaise durch das Geschäft abgehalten.

Apple hat seinen Europa-Sitz in Irland, wo der Konzern umfangreiche Steuervergünstigungen erhielt. Der EU-Kommission zufolge vermied Apple auf diese Art die Besteuerung von nahezu sämtlichen Gewinnen auf dem EU-Binnenmarkt. Die Kommission verurteilte Apple 2016 zur Nachzahlung von 13 Milliarden Euro an den irischen Fiskus, die aber immer noch ausstehen.

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