Während fast alle anderen europäischen Staaten die Wehrpflicht wieder einführen, wollen einige Österreicher statt eines leistungsfähigen, starken Volksheers ein kleines, teures Berufsheer. Es klingt zwar seltsam, ist aber eine Tatsache: In Zeiten der Digitalisierung und Hightech nimmt die Anzahl der zu schützenden kritischen Infrastrukturen zu. Wir werden von Energie etc. immer abhängiger und auch auf dem Schlachtfeld steigen die Verluste durch autonome Drohnen. Viele Befürworter des Berufsheeres denken wahrscheinlich: „Ich möchte vom Krieg meine Ruhe haben. Ein paar Freiwillige werden schon das Vaterland mit der Waffe verteidigen und ihr Leben riskieren.“ Geopolitisch liegt Österreich jedoch in einer sehr exponierten Lage in Europa, sodass ein kleines Berufsheer für die Landesverteidigung nicht ausreicht. Zusätzlich wird eine feldverwendungsfähige, personalstarke Miliz benötigt. Selbst die neutrale Schweiz, die abseits potenzieller Angriffsrichtungen liegt, hat eine Miliz-Armee von 150.000 Soldaten. Davon sind etwa fünf Prozent Berufssoldaten. Die Wehrdienstdauer beträgt für Mannschaftsdienstgrade (Soldaten und Gefreite) insgesamt zehn Monate. Das von der Wehrdienstkommission favorisierte „Österreich plus“-Modell sieht einen achtmonatigen Grundwehrdienst und zwei Monate Milizübungen vor. Dieses Modell entspricht meinen Erfahrungen als S3 (Ausbildung, Einsatz) des Landwehrregiments 301 sowie als Kommandant des Fliegerabwehrbataillons 13.
Oberst i. R. Kurt Gärtner, Wels
Erschienen am Mi, 4.2.2026
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