Im Gesundheitsbereich erleben wir eine neue, zusätzliche Doppelgleisigkeit: Während Krankenhäuser der Gemeinde Wien vor Gastpatienten die Türe zuschlagen, sind diese in privaten Kliniken der Bundeshauptstadt hochwillkommen. Die Ordensspitäler stellen etwa ein Viertel aller KH-Betten und freuen sich über jeden „Provinz-Patienten“ mit dem nötigen Kleingeld und/oder der entsprechenden Versicherungspolizze. Daher fahren Wahlarzt-Patienten mit ihrer Zusatzversicherung auf dem Hauptgleis. Die Unterprivilegierten in Österreich sind hingegen auf dem Abstellgleis hängen geblieben. Ihnen bleibt nur der Eintritt in überfüllte Kassenpraxen und das nahezu endlose Warten auf planbare Operationen.
Dr. Wolfgang Geppert, Wien
Erschienen am Mi, 4.2.2026
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