09.02.2007 11:17 |

Spiel zum Film

Arthur und die Minimoys

Arthur, ein kleiner Junge, verbringt seine Ferien regelmäßig bei seiner Großmutter. Doch diesmal ist alles anders, denn ein großes Abenteuer wartet auf ihn. Ein mieser Geschäftemacher möchte nämlich das Haus der geliebten Oma, welches voller Erinnerungen an Arthurs verschwundenen Großvater ist, abspenstig machen und anschließend abreißen lassen.

In seiner Verzweiflung sucht Arthur am Dachboden des Hauses nach einem sagenumwobenen Schatz. Dabei gelangt er unversehens in das Land der Minimoys. Diese wohnen praktischerweise im Garten und sind nur ganze zwei Millimeter groß. Gemeinsam mit Prinzessin Selenia  und deren Bruder Bétaméche macht sich Arthur nun auf die gefahrvolle Reise durch das Land der Minimoys, um den Schatz zu finden und so das Haus seiner Großeltern zu retten.

Wem die Geschichte irgendwie bekannt vorkommt: Sie läuft derzeit unter dem selben Titel in den heimischen Kinos, wofür sich niemand Geringerer als Luc Besson verantwortlich zeichnet.

Die Spieladaption eines Kinofilms lässt Schlimmes befürchten, da die Erfahrung zeigt, dass hierbei leider nur selten etwas Brauchbares herauskommt. In diesem Fall kann jedoch Entwarnung gegeben werden, denn die vorliegende Fassung gehört eindeutig zu den besseren Adaptionen.

Arthur und die Minimoys spielt sich ähnlich wie ein Jump’n’Run mit Kletter-, Knobel- und Kampfelementen. Gekämpft wird gegen die bitterbösen Seiden und ihren noch viel böseren Anführer M, welche das Land der Minimoys bedrohen. Die Rätsel beschränken sich dabei auf verschiedenste Schalter- und Schiebespiele.

Jeder der drei Charaktere hat spezielle Fähigkeiten, welche an bestimmten Stellen gezielt eingesetzt werden müssen, um weiterzukommen. So lassen sich manche Türen nur durch Teamarbeit der drei öffnen. Der Spieler kann zu diesem Zweck einfach die Steuerung von Arthur, Selenia oder Bétaméche übernehmen.

Letztgenanntem ist es auch vorbehalten in einem Art Tutorial-Level dem Spieler die Steuerung näher zu bringen. Diese ist recht intuitiv und erlaubt ohne große Übung in die Welt der Minimoys einzutauchen. Einzig die piepsende, schrille deutsche Stimme von Bétaméche nervt nach relativ kurzer Zeit ziemlich. Die Vertonung der restlichen Akteure ist hingegen besser gelungen und löst auch nach längerer Zeit keine Aggressionen aus.

Grafisch ist die PS2 Version ganz passabel geworden. Animationen und Darstellung der Minimoy-Welt sind etwas über dem klassenüblichen Durchschnitt anzusiedeln. Die Kamera könnte, wie so oft, etwas besser funktionieren, so dass das häufige manuelle Nachjustieren nicht nötig wäre.

Das Speichern des Spielstandes ist nur an speziellen Speicherpunkten möglich. Leider wurden diese in relativ großen Abständen platziert. Das kann ab und an, wenn man ein ganz Stück weiter vorne wieder einsteigt, etwas frustrierend sein.

Fazit: "Arthur und die Minimoys" gehört eindeutig zu den besseren Filmumsetzungen. Es ist zudem nicht nur für ein jüngeres Publikum interessant. Auch die älteren Semester, die Jump’n’Runs zu ihrem bevorzugten Spielgenre zählen, werden ihre Freude damit haben.

Plattform: PS2 (getestet), PC
Publisher: Atari
Krone.at-Wertung: 79%

von Harald Kaplan

Dienstag, 11. Mai 2021
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