Fr, 20. Juli 2018

1. FC Köln

27.11.2017 14:14

Nach Krisensitzung: Stöger bleibt vorerst Trainer

Vorerst einmal ändert sich nichts auf der Trainerbank des 1. FC Köln. Vize-Präsident Toni Schumacher bekräftigte am Montag: "Peter Stöger bereitet die Mannschaft auf das Spiel auf Schalke vor und wird am Samstag auch auf der Bank sitzen".

Am Sonntagabend trafen sich die Kölner Bosse laut "Kölner Express" im Haus von Präsident Werner Spinner, um über die Zukunft von Peter Stöger zu sprechen. Eine Aussage über die weiteren Pläne mit dem Wiener gibt es derzeit nicht.

Vor dem Hertha-Spiel hatte Schumacher eigentlich eine Grundsatzentscheidung angekündigt. "Wir wissen, dass aus den nächsten Spielen Punkte geholt werden müssen (...), wenn das nicht der Fall ist, muss man sich zusammensetzen und überlegen, machen wir es wie Freiburg, die mit Christian Streich in die zweite Liga gegangen sind."

Neuer Sportdirektor soll Entscheidung über Stögers Zukunft fällen
Diese generelle Entscheidung über Stögers langfristige Zukunft will der FC Köln offenbar dem neuen Sportchef überlassen. Die Verpflichtung von Wunschkandidat Horst Heldt gestaltet sich nach ungeschickten Aussagen Schumachers aber schwieriger als ohnehin schon."Wir haben natürlich mitbekommen, dass in Hannover in der Führungsriege so einige Dinge nicht stimmen", hatte der frühere deutsche Teamtormann bezüglich der Verpflichtung von Horst Heldt bei Sky gesagt. Bei Hannover 96 zeigte man sich davon nicht begeistert.

Kritik von Routiniers
Fakt ist: Die sportliche Lage wird zunehmend hoffnungsloser. Und zwischen den Zeilen lassen sich auch bei den Spielern durchaus Zweifel am Coach heraushören. Routinier Claudio Pizarro kritisierte: "Wir haben zu defensiv gespielt, sind immer nur hinterher gelaufen." Auf die Frage, ob das an einer falschen Taktik gelegen habe, antwortete der 39-Jährige: "Das weiß ich nicht. Aber ein paar Sachen müssen wir korrigieren."

Kapitän Matthias Lehmann, einer der Lieblingsspieler Stögers, erklärte: "Wir müssen weiterarbeiten, egal in welcher Konstellation." Konkret nach Stöger befragt, antwortete er: "Wir haben zwei Punkte, aber es ist nicht meine Aufgabe, den Trainer zu köpfen. Das ist Aufgabe der Leute oben oder vom Trainer selbst." Stöger schloss einen Rücktritt weiter kategorisch aus: "Da könnt ihr mich jede Woche fragen. Da könnt ihr auch denken, dass ich nicht ganz dicht bin."

Die Kölner Fans haben ihren Humor und Optimismus indes nicht verloren. Am Sonntagabend wurde bei "Facebook" eine Gruppe zur Veranstaltung "1. FC Köln Aufstiegsfeier 2019" gegründet. Bis Montagmittag hatten bereits 1.000 Fans ihre Teilnahme am Termin bestätigt, mehr als 2.000 hatten ihr Interesse bekundet.

Nur Benevento schwächer
Köln ist die zweitschlechteste Mannschaft in Europas Topligen. Nur Benevento Calcio aus Italien (mit 0 Punkten aus 13 Spielen) spielte im Herbst schwächer als die Geißböcke. Stöger holte in der Bundesliga lediglich zwei Punkte von möglichen 39. Dran ändert auch nichts, dass der 51-jährige Österreicher Köln nach 25 Jahren in die internationalen Wettbewerbe zurückführte und dort immer noch alle Chancen zum Weiterkommen hat. Peter Stöger ist seit 2013 in Köln tätig und hat noch einen Vertrag bis 2020.

Tamas Denes
Tamas Denes

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