Mi, 26. September 2018

EPU in Wien

24.09.2017 07:07

Hoher Frauenanteil und oft geringe Einkommen

Die Stadt Wien hat sich mit der Situation von Ein-Personen-Unternehmen (EPU) auseinandergesetzt. Laut einer Studie, die bei der KMU Forschung Austria in Auftrag gegeben wurde, gibt es bei EPU einen vergleichsweise hohen Frauenanteil, die Einkommen sind oft gering. Eine der größten Herausforderungen ist die Finanzierung.

"Ein-Personen-Unternehmen in Wien sind weiblich, migrantisch und hoch qualifiziert", stellt Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (SPÖ) bei einer Pressekonferenz im Co-Working-Space von Social City Wien fest. Der Frauenanteil bei EPU liegt bei 40 Prozent (2015) - bei traditionellen Arbeitgeberbetrieben nur bei 26 Prozent. Mehr als ein Drittel der EPU hat Migrationshintergrund.

Einkommensschere nach wie vor groß
"Die Einkommenssituation ist generell keine besonders gute", sagte Brauner. Viele EPU befinden sich in einer prekären Lage. Auffällig ist der Gender Pay Gap: Während weibliche EPU über ein Netto-Medianeinkommen von 13.923 Euro im Jahr verfügen, sind es bei Männern 17.889 Euro jährlich. "Aus frauenpolitischer Sicht ist das ein dramatischer Unterschied. Hier müssen wir daran setzen, zu fördern und zu unterstützen", sagte Brauner.

In Wien gibt es rund 47.600 EPU, was etwa zwei Drittel aller Selbstständigen in Wien ausmacht. Die meisten EPU sind laut Studie der für Wirtschaft, Arbeit und Statistik zuständigen Magistratsabteilung mit 26 Prozent in der Branche "Freiberufliche, technische und wissenschaftliche Dienstleistungen" (zum Beispiel Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung und Werbung) zu finden, gefolgt vom Bereich "sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen" mit 16 Prozent (zum Beispiel Information und Kommunikation, Grundstücks- und Wohnungswesen sowie Finanz- und Versicherungsleistungen). Außerdem sind in Wien überproportional viele EPU im Sektor Kunst, Unterhaltung und Erholung tätig (13 Prozent im Vergleich zu neun Prozent österreichweit). Die Akademikerquote liegt bei 41 Prozent und ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen.

 krone.at
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