Fr, 24. Mai 2019
19.01.2016 07:39

"Krone"-Interview

Neo-Minister: "ÖFB-Team kommt ins EM-Semifinale!"

Hans Peter Doskozil löst Gerald Klug als Sportminister ab - bisher kennt man vom 45-jährigen Burgenländer, der als umsichtiger Polizeichef in seinem Bundesland bei der Flüchtlingskrise eine gute Figur gemacht hat, nur Ansichten zur Verteidigungspolitik. Mit der "Krone" sprach er erstmals über sein zweites Ressort.

"Krone": Ist Ihnen die Aufgabe als Sportminister überhaupt wichtig?
Hans Peter Doskozil: Sehr sogar, der Sport ist mir ein zentrales Anliegen! Meine Stärke ist die Kommunikation, daher werde ich zuallererst den Kontakt mit den Verbänden suchen - dort sind Menschen mit einem enormen Wissen, die sollen mir einmal ihre Sicht der Dinge erzählen.

"Krone": Stimmt schon - aber da sind auch ein paar Funktionäre am Werk, die dem Sport ziemlich schaden.
Doskozil: Dazu kann und will ich zu diesem Zeitpunkt nichts sagen. Ich bin ja noch nicht einmal angelobt.

"Krone": Stichwort Förderungen.
Doskozil: Eines ist klar: Wer Geld von der öffentlichen Hand bekommt, muss es den Gesetzen entsprechend verwalten. Da sind natürlich Transparenz und Kontrolle absolut notwendig.

"Krone": Eines der Hauptprobleme sind die zum Teil ruinenhaften Sportstätten - der ÖFB fordert etwa ein neues Nationalstadion in Wien für das erfolgreiche Fußballteam. Unterstützen Sie diesen Plan?
Doskozil: Wenn es kreative Ideen gibt, warum nicht? Man könnte dafür ja auch private Investoren dazugewinnen.

"Krone": Machen Großereignisse in Anbetracht der internationalen Skandale in unserem Land noch Sinn?
Doskozil: Durchaus! Wir sind eine große Wintersport-Nation, also kann ich mir eine Bewerbung um Winterspiele sehr wohl vorstellen.

"Krone": Apropos Mega-Events: Werden Sie zur EURO nach Frankreich und zu Olympia nach Brasilien reisen?
Doskozil: Ich denke schon! Das Ganze ist natürlich eine echte Gratwanderung: Ich will mich einerseits nicht anbiedern und nur auf den VIP-Tribünen herumsitzen, andererseits sollen aber unsere Athleten schon wissen: Der Sportminister unterstützt sie voll und ganz.

"Krone": Sie sind ja wie Ihr Vor-Vorgänger Norbert Darabos ein glühender Rapid-Fan, haben also eine starke emotionale Verbindung zum Fußball - was trauen Sie eigentlich unserem Nationalteam bei der Europameisterschaft zu?
Doskozil: Wir kommen bis ins Semifinale.

"Krone": Diesen Optimismus werden Sie in Ihrem neuen Job auch brauchen - ganz ehrlich: Haben Sie in Anbetracht der Flüchtlingsfrage ernsthaft Zeit für den Sport?
Doskozil (lächelt): Also persönlich versuche ich mich dreimal in der Woche fit zu halten, etwa mit Badmintonspielen - und als Sportminister bleibe ich, wenn’s sein muss, bis Mitternacht im Büro. Natürlich überlagert das Thema Nummer eins viel, und ich werde auch immer zu den Flüchtlingen befragt.

"Krone": Aber trotz allem: Die Gesundheit ist doch unser wichtigstes Gut, oder?
Doskozil: Selbstverständlich! Deswegen habe ich auch im September 2014 mit dem Rauchen aufgehört. Und als Sportminister möchte ich unbedingt den Breitensport fördern - mit vielen neuen Ideen: Wer etwa eine Gesundenuntersuchung in Anspruch nimmt, könnte extra mit Sportstunden in Hallen oder Stadien belohnt werden. Bewegung ist für uns alle ganz, ganz wichtig. Besonders für die Jungen: Daher plane ich auch, einen Schuldirektor zu mir ins Kabinett zu nehmen.

"Krone": Hoffentlich bewegt sich auch etwas in der heimischen Sportpolitik!
Doskozil: Dafür werde ich rund um die Uhr arbeiten.

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