Auch kleinere Alpinunfälle sind für die Bergretter oft aufwendig. In Bad Ischl und im Mondseeland mussten die Helfer am Freitag ausrücken. Ein 80-Jähriger war erschöpft, eine 35-Jährige umgeknöchelt. Heuer gab es im Oktober bereits 35 Alpineinsätze, es droht der nächste Rekord.
Ein 80-jähriger Wiener unternahm am Freitagnachmittag eine Wanderung auf den 814 Meter hohen Jainzen in Bad Ischl. Im oberen Drittel des Aufstiegs geriet er auf dem steilen und rutschigen Wanderweg in eine alpine Notlage und drohte kurzzeitig abzustürzen. Daraufhin verständigte er die Bergrettung Bad Ischl. Ein zufällig vorbeikommender Wanderer leistete ihm Hilfe und begleitete ihn zunächst talwärts.
Zunehmende Erschöpfung
Aufgrund der zunehmenden Erschöpfung und des unsicheren Ganges des 80-Jährigen war ein weiterer Abstieg jedoch kaum möglich. Die alarmierte Bergrettung Bad Ischl und ein Alpinpolizist trafen auf etwa 700 Metern Seehöhe auf die beiden Männer und brachten den erschöpften 80-Jährigen mittels Gebirgstrage unverletzt ins Tal.
Auch im Mondseeland war die Bergrettung gefordert
Eine 35-jährige Deutsche unternahm am Freitag gemeinsam mit ihrem Freund eine Wanderung auf den 1030 Meter hohen Almkogel im Gemeindegebiet von Mondsee. Beim Abstieg gegen 16.10 Uhr zog sich die Frau eine schmerzhafte Verletzung am Knöchel zu, weshalb sie die Wanderung nicht mehr selbstständig fortsetzen konnte. Daraufhin wurde ein Bergrettungsnotruf abgesetzt. Die alarmierten Einsatzkräfte des Bergrettungsdienstes Mondseeland und der Alpinpolizei Gmunden begaben sich zur Unfallstelle. Nach der Erstversorgung wurde die 35-Jährige mittels Gebirgstrage von der Bergrettung ins Tal gebracht.
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