








Steinbrüche gaben Waldviertler Stadt überregionale Bedeutung. Heute ist man auch Brau-, Kultur- und Fremdenverkehrsstadt. Ab Freitag wird das Jubiläum zur Stadterhebung kräftig gefeiert.
Vor 90 Jahren, genau am 23. Oktober 1936, wurde die Marktgemeinde Schrems vom NÖ-Landtag zur Stadt erhoben. Überregionale Bedeutung hatte Schrems damals mit Sicherheit durch die Granitindustrie, deren Produkte beim Straßenbau landesweit verwendet wurden und auch den Weg bis in die Bundeshauptstadt fanden, was auch heute noch der Fall ist.
Schrems zählte damals rund 3500 Einwohner, seit den Gemeindezusammenlegungen Anfang der 1970er-Jahre stieg die Einwohnerzahl auf mehr als 5000 an. Damit ist Schrems derzeit die bevölkerungsreichste Gemeinde im gesamten Waldviertler Bezirk Gmünd. Selbstverständlich sind die Steinbrüche und ihre wirtschaftliche Bedeutung weiterhin ein prägendes Element in der „Granitstadt“ Schrems.
Viele Arbeitsplätze nun auch durch Industrie
Weitaus mehr Arbeitsplätze gibt es aber mittlerweile in der Industrie, rund 800 im Elektrotechnik-Betrieb Eaton, der Schutzschalter erzeugt und rund 600 beim Fertighaushersteller ELK. Historisch ist Schrems auch schon seit Jahrhunderten Braustadt. Mit mehreren Initiativen wurde man auch als Kultur- und Fremdenverkehrsstadt bekannt: Mit dem „Unterwasserreich“, dem Schremser Moor oder dem Naturpark, durch das Kunstmuseum Waldviertel oder dem Waldviertler Hoftheater.









Und vielfältig soll für den jungen Bürgermeister David Süß der weitere Weg bleiben. 2028 soll Schrems zur ersten „Wetland-City“ im deutschsprachigen Raum werden – die „Krone“ berichtete. Bislang gibt es weltweit davon nur rund 70 Städte.
Jubiläums-Festreigen startet am Freitag
Das Jubiläum wird natürlich groß gefeiert: Am 23. Oktober gibt es in der Stadthalle ein Benefizkonzert der Militärmusik NÖ, am 24. Oktober ein Konzert von Katharina Strasser zum Thema „50 Jahre Austropop“ und am 26. Oktober eine Festmesse zum Nationalfeiertag. Am 8. November wird Altbürgermeister Reinhard Österreicher „Schrems in Bildern“ aus der Vergangenheit präsentieren.
Hannes Ramharter
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