Schock und Trauer im steirischen St. Stefan ob Stainz: Ein 25-jähriger Verkäufer ging bei Dunkelheit zu Fuß nach Hause – der Landesstraße entlang. Eine 21 Jahre alte Weststeirerin übersah den jungen Mann und rammte ihn mit dem Auto. Für ihn gab es keine Rettung mehr.
Es ist ein besonders tragischer Verkehrsunfall, der nicht nur in St. Stefan ob Stainz, sondern in der gesamten Region für große Betroffenheit sorgt. Gelbe Polizeimarkierungen auf der L314 im Bereich Lemsitz zeugen von dem Todesdrama, das sich (wie berichtet) am Samstagabend abgespielt hat.
Eine 21-jährige Autofahrerin aus dem Bezirk Deutschlandsberg war gegen 19.30 Uhr auf der geraden Straße unterwegs. Es war bereits dunkel, das Straßenstück unbeleuchtet, man darf in diesem Bereich 100 Kilometer pro Stunde fahren. Plötzlich hörte die junge Frau einen „Pumperer“, den sie nicht zuordnen konnte, wie sie der Polizei wenig später berichtete. Sie blieb sofort stehen und sah am rechten Fahrbahnrand einen Mann liegen – bewusstlos.
Die völlig geschockte Lenkerin verständigte die Rettungskräfte, die wenig später mit einem Großaufgebot eintrafen: 16 Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen aus Stainz, zahlreiche Florianis aus St. Stefan, Rotes Kreuz, Notarzt, Polizei und der ÖAMTC-Hubschrauber. Verzweifelt versuchten sie, das Unfallopfer, das bei dem Aufprall schwerste Kopfverletzungen erlitten hatte, zu retten.
Bürgermeister war beim tragischen Einsatz dabei
Auch Bürgermeister Stephan Oswald (ÖVP) aus St. Stefan eilte mit seinen Feuerwehrkollegen an die Unglücksstelle. „Leider konnte man dem jungen Mann aber nicht mehr helfen. Er wurde zwar noch ins LKH nach Graz geflogen, ist dort aber am Montag verstorben“, berichtet der erschütterte Ortschef der „Steirerkrone“.
Ich kenne die Familie, der Vater des Verunglückten ist bei uns Gemeinderat. Im ganzen Ort ist die Betroffenheit spürbar.

Bürgermeister Stephan Oswald
Bild: Gerald Schwaiger
In der Dunkelheit praktisch nicht zu sehen
Bei dem Opfer handelt es sich um einen 25-jährigen Ortsbewohner, Sohn eines ÖVP-Gemeinderats. Er arbeitete als Verkäufer in Graz, pendelte mit dem Bus zur Arbeit. Samstagabend, nach einem langen Arbeitstag, fuhr er nach Stainz zurück und dürfte ersten Ermittlungen zufolge keinen Bus mehr weiter in seinen Heimatort gehabt haben. Daher wollte der Weststeirer, der bei seinen Eltern wohnte, wohl zu Fuß nach Hause gehen, der Landesstraße entlang. In der Dunkelheit war er praktisch nicht zu sehen. Die 21-Jährige erfasste den Weststeirer, er wurde in den Straßengraben geschleudert.
„Im Ort herrschen Schock und Trauer“, sagt der Bürgermeister der 3600-Einwohner-Gemeinde, der den Eltern des Verstorbenen kondolierte. „Es ist einfach furchtbar, alle fühlen mit den beiden mit.“
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