Top-Posten für Steirer

Österreicher wird Europas oberster Wetter-Chef!

Österreich
21.10.2026 06:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Steirer macht künftig in Europas Wetterwelt das große Rennen. Andreas Schaffhauser, wissenschaftlicher Generaldirektor der GeoSphere Austria, wurde zum neuen Europa-Präsidenten der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gewählt. Damit übernimmt der Österreicher für die kommenden vier Jahre eine internationale Schlüsselposition.

Ob heftige Unwetter, drohende Naturkatastrophen oder die Folgen des Klimawandels – bei der Beobachtung und Vorhersage des Wetters spielt die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg eine entscheidende Rolle. Genau hier wünscht der gebürtige Steirer künftig anzusetzen.

50 Staaten unter einem Dach
Die Wahl fand im Rahmen einer WMO-Konferenz in der rumänischen Hauptstadt Bukarest statt. Schaffhauser steht damit einer Regionalvereinigung vor, die insgesamt 50 Mitgliedstaaten umfasst – vom Nordatlantik über Europa und den Mittelmeerraum bis nach Zentralasien. Mit seinem neuen Amt erhält er außerdem einen Sitz im Exekutivrat der UNO-Sonderorganisation.

„Kein Land kann heutzutage moderne Wettervorhersage und Klimabeobachtung alleine leisten. Wetter und Naturgefahren machen nicht an Staatsgrenzen halt“, betont Schaffhauser. Sein Ziel: Länder sollen künftig noch enger zusammenarbeiten, Erfahrungen austauschen und ihre Wetter- und Warndienste weiter verbessern.

Vom steirischen Gratwein an Europas Spitze
Seine Karriere begann der Meteorologe fernab der großen internationalen Bühne. Aufgewachsen im steirischen Gratwein, studierte Schaffhauser in Graz und Innsbruck, arbeitete unter anderem an der Universität Bologna und übernahm 2011 die Leitung der Wetter-, Klima- und Umweltdienste der damaligen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Seit 2023 steht er als wissenschaftlicher Generaldirektor an der Spitze der GeoSphere Austria. Österreich vertritt er bereits seit 2021 bei der WMO.

Auch aus der heimischen Politik kamen bereits Glückwünsche: Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) gratulierte dem Steirer zu seiner Wahl und bezeichnete diese als internationale Anerkennung für die Arbeit der GeoSphere Austria.

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