Er erschafft aus der Liaison von Alt und Neu, Vergangenheit und Gegenwart sehenswerte zeitgenössische Kunst. Ende Oktober eröffnet der Kärntner Künstler Gabriel Wartbichler ein Atelier mit Ausstellungsraum am Hauptplatz in Feldkirchen.
Jahresringe trägt er selbst zwar noch nicht viele, das Material, mit dem er (neben der Keramik) bevorzugt arbeitet, meistens schon! Heimisches Holz – tunlichst nachhaltig von umgestürzten Bäumen oder solchen, die gefällt werden müssen: Das ist der Werkstoff, aus dem der Klagenfurter jene „Spuren“ schält, die seiner aktuellen Ausstellung zur Atelier-Eröffnung den stimmigen Namen geben.
Skulpturen, Assemblagen, Zeichnungen
Identität und Herkunft, Alt und Neu, Geschichte wie Gegenwart, gesellschaftliche Phänomene und des Menschen Verhältnis zu seinem sozialen und kulturellen Umfeld: Spuren, die der 34-Jährige mit Skulpturen, Assemblagen und Zeichnungen zum polyphonen Echoraum verdichtet, in dem sich handgefertigte, lebensgroße Körper und Körperfragmente mit ornamentalen Elementen, Fundstücken und/oder historischen Werkzeugen vereinen, um dem staunenden Auge ein visuelles Tableau zu bereiten, das von Poesie, Zeitgeist, Heimat, Fremde und Reflexion erzählt.
Nachhaltige Weltreise
In die Kärntner Heimat ist Wartbichler erst vergangenes Jahr zurückgekehrt. Nach mehr als zehn Jahren im Ausland und einer 18-monatigen Weltreise, bei der er in regen Arbeitskontakt mit vielen Künstlern getreten ist, darunter ein buddhistischer Bildhauermeister, der ihn in Japan fünf Monate lang förderlich unter seine Fittiche genommen, mit dem japanischen Schnitzmeißel und der Kunst der Tempelschnitzerei vertraut gemacht hat.
Apropos souveräne Handwerkskunst: Wie meisterhaft Wartbichler aus verleimten Holzblöcken lebensecht Figuratives meißelt, ist ebenso sehenswert wie der Spagat zwischen Tradition und Moderne, der bei aller augenfälligen Ästhetik keinen Augenblick ins plump Gefällige abgleitet.
Dass er damit auch international nicht auf dem Holzweg ist, belegen viele Ausstellungen und ab 31. Oktober (Eröffnung: 11 Uhr) das neue Atelier samt Ausstellungsraum am Hauptplatz 13 in Feldkirchen, wo die von Ulli Sturm kuratierte Schau bis 28. November (Do – Sa: 10 – 13 und 14 – 19 Uhr) Staunen macht.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.