Wer derzeit durch Klagenfurt fährt, kommt an ihnen kaum vorbei: Baustellen, insgesamt 26. Und das schon seit Wochen. Leitungen werden verlegt, es gibt permanant Staus, viele Anrainer sind verärgert. Doch für die Sanierung vieler Rumpelpisten fehlt Klagenfurt das Geld.
Verantwortlich für die vielen Bauarbeiten sind die Stadt, das Land Kärnten, die Stadtwerke und die Kelag. Vor allem Leitungen für Wasser, Strom und Fernwärme werden erneuert oder neu verlegt. „Ich habe erst vor Kurzem das Budget für 2026 freibekommen. Wir hatten nach den ständigen Differenzen fast zwei Jahre lang kein verfügbares Straßenbudget. Darum wird jetzt fleißig gearbeitet“, erklärt Straßenreferentin Sandra Wassermann (FP).
Stadtwerke investieren viele Millionen
Die Stadtwerke investieren jedes Jahr hohe Summen in die Infrastruktur. 12 Millionen in die Wasserversorgung, 20 Millionen Euro in das Stromnetz. Auch die Fernwärme erfordert Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe. Im vergangenen Jahr umfasste das Fernwärmenetz 231 Kilometer. Damit können 32.400 Wohnungen versorgt werden.
Bei größeren Baustellen ist das Land Auftraggeber. Dazu zählen der Südring und die Villacher Straße, die beide Landesstraßen sind. „Letztere ist durch die zahlreichen Arbeiten der vergangenen Jahre, bei denen die Fahrbahn immer wieder aufgerissen werden musste, in einem schlechten Zustand. Ende November sollten die Bauarbeiten abgeschlossen sein“, heißt es aus dem Referat von Straßenbaureferent und Landesvize Martin Gruber.
Wir hatten fast zwei Jahre kein verfügbares Straßenbudget; erst jetzt ist Geld freigeworden. Darum wird aktuell an vielen Stellen gegraben.

Sandra Wassermann, Straßenbaureferentin Klagenfurt
Bild: Sandra Wassermann: zvg
Viele Rumelpisten werden bleiben
An Rumpelisten mangelt es in Klagenfurt es aber auch fernab der Baustellen nicht. Denn viele Straßen sind im desolaten Zustand, das Geld für einen neuen Belag fehlt.
Die schlechten Straßen und die zahlreichen Baustellen sorgen aber nicht nur bei den Autofahrern für Unmut. Auch die Anrainer sind über die scheinbar nie enden wollenden Arbeiten verärgert.
Und ein Ende dieses Zustandes ist in der Landeshauptstadt noch lange nicht in Sicht. Denn zu den 26 bestehenden Baustellen gesellen sich in naher Zukunft noch weitere.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.