Das Kind im Fall Gunkl hat sie an ihre eigene Kindheit erinnert: Nun erzählt Maria K., heute 70, von sexuellem Missbrauch durch den Großvater und weitere Täter, als sie erst vier war. Sechs Jahre lang dauerte ihr Martyrium. Die Folgen quälen sie seit sechs Jahrzehnten.
Ein Wohnblock mit 30 Stiegen und Blick auf die Neue Donau: Wir treffen Maria K. in der Wohnung ihrer Freundin. Im Dorf, in dem sie lebt, kennt außer ihrem heutigen Ehemann fast niemand ihre Geschichte. Maria ist ihr zweiter Vorname, mit K beginnt ihr Mädchenname. Ihre langen Haare hat die heute 70-jährige ehemalige Beamtin zu einem Zopf geflechtet, über dem schwarzen T-Shirt trägt sie eine Kette mit einem Bergkristall. „Er gibt mir Kraft“, sagt sie und lässt den Stein durch ihre Finger gleiten.
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