Chor der Jägerschaft:

5500 Kilometer für den guten Ton zurückgelegt

Kärnten
12.10.2026 09:00

Dem Chor der Kärntner Jägerschaft drohte das letzte Halali. Doch Obmann Ferdinand Kinzel gelang es, ein wertvolles Stück Jagdkultur zu retten.

Zur Jagd gehören nicht nur Büchse, Fernglas und Jagdhorn. Auch das Singen hat eine lange Tradition. Davon konnte sich die „Krone“ am Wochenende beim 140-Jahr-Jubiläumskonzert des Männergesangsvereins Mauthen in Kötschach-Mauthen selbst überzeugen, wo die singenden Weidmänner als Gastchor die Besucher im Rathaussaal mit ihren Liedern begeisterten.

Die Auflösung drohte
Doch beinahe wäre diese jagdliche Tradition verstummt. Denn die Sänger wurden immer älter und der Nachwuchs blieb aus. Vor zwei Jahren stand sogar die Auflösung des Chores im Raum. Für Obmann Ferdinand Kinzel kam das nicht in Frage. „Der ehemalige St. Veiter Bezirksjägermeister Kurt Puck hat mich immer gebeten, dafür Sorge zu tragen, dass der Chor weiterlebt“, so der Obmann zur „Krone“.

Also setzte sich Kinzel ins Auto und fuhr quer durch Kärnten. Er besuchte Hegeschauen, Jägertage und Jagdveranstaltungen, sprach mit Jungjägern und warb unermüdlich für den Chorgesang. „Alleine 31 Hegeschauen habe ich besucht und dafür 5500 Kilometer zurückgelegt. Und am Ende sind tatsächlich sieben neue Sänger dazugekommen“, so Kinzel stolz.

Ferdinand Kinzel stetzt sich unermüdlich für den Chor der Kärntner Jägerschaft ein.
Ferdinand Kinzel stetzt sich unermüdlich für den Chor der Kärntner Jägerschaft ein.(Bild: Hannes Wallner)

Eine Erfolgsgeschichte, die auch Chorleiter Horst Moser freut. Seit vielen Jahren ist der begeisterte Jäger selbst Mitglied des Chors. „Die Jagd verbindet uns. Aber genauso wichtig ist es, unsere Kultur, unser Brauchtum hochzuhalten.“

Geprobt wird jeden Mittwoch von 19 bis 21 Uhr im Jägerschloss Mageregg in Klagenfurt. Gesungen wird bei Jagdveranstaltungen, Jungjägerfeiern und traditionellen Festen. 

Nachwuchs ist stets willkommen
Und Nachwuchs ist weiterhin willkommen. Denn eines steht für Kinzel fest: „Unser Brauchtum muss gefördert werden!“ Und Dank seines unermüdlichen Einsatzes wird der Chor der Kärntner Jägerschaft jedenfalls noch lange nicht sein letztes Halali anstimmen.

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