Chancen für Wirtschaft

Mit Tschechien rückt neuer Markt näher an Kärnten

Kärnten
09.10.2026 16:00

Geschäfte mit Tschechien? Eine Wirtschaftsmission zeigt, welche Chancen es für heimische Unternehmer hier geben könnte – denn das EU-Land gilt mittlerweile als heißer Tipp für Investitionen. Zudem bietet die Bahn nun eine Direktverbindung von Villach bis nach Prag!

„Kärnten ist stark im Export und im Maschinenbau – aber wir sollten nicht nur Richtung Süden schauen, mit Tschechien könnte sich ein neuer Markt auftun“, ist Hemma Kircher-Schneider, Außenhandelsexpertin der Wirtschaftskammer, überzeugt.

Daher bot sie heimischen Unternehmern nicht nur die Chance, sich bei der internationalen Maschinenbaumesse in Brno, einst Brünn, mit über 1500 Ausstellern umzusehen, sondern sich auch von den High-Tech-Fortschritten moderner Forschungszentren überzeugen zu lassen.

Was etwa der Klagenfurter Unternehmer Alexander Glaunach, Spezialist für Schalldämpfer bei Ausblassystemen, gern nützt: „Ich komme mit offenem Geist, lasse mich inspirieren.“ Paul Habernig vom Dichtungs-Spezialisten Trygonal freut sich über erfolgreiche „Blind Dates“: Wirtschaftstreibende werden zuvor vernetzt, treffen dann aufeinander, manchmal kommt es zu Abschlüssen, mindestens aber zu positiven Kontakten. „Das schaut sehr gut aus“, bilanziert Habernig nach einem langen Tag mit vielen Gesprächen.

Tschechien setzt auf Robotics, KI und auch auf die Rüstungsindustrie.
Tschechien setzt auf Robotics, KI und auch auf die Rüstungsindustrie.(Bild: Kerstin Wassermann)
Auch die „Krone“ war bei der Wirtschaftsmission mit dabei.
Auch die „Krone“ war bei der Wirtschaftsmission mit dabei.(Bild: Kerstin Wassermann)
Wirtschaftskämmerer Klaus Hofstadler und Hemma Kircher-Schneider,
Wirtschaftskämmerer Klaus Hofstadler und Hemma Kircher-Schneider,(Bild: Kerstin Wassermann)
Direktzug nach Villach für Reinraumprofi Rothmayr.
Direktzug nach Villach für Reinraumprofi Rothmayr.(Bild: Kerstin Wassermann)

Und auch Reinraumspezialist Emanuel Rothmayr ist optimistisch, dass Tschechien für Kärntner Unternehmer ein Zukunftspartner werden könnte – weil die Stimmung viel positiver ist: „Die Arbeitslosigkeit liegt bei 3 Prozent, Steuern auf Arbeit sind ebenfalls niedrig und es gibt große Investitionen“, erklärt auch WKÖ-Delegierter Klaus Hofstadler, der wie der Österreichische Botschafter Philipp Charwath erst seit wenigen Wochen in Prag im Amt ist. „Die Beziehungen zwischen unseren Ländern sind sehr gut“, versichern beide.

Apropos Verbindungen: Da gibt es für Kärnten nun eine direkte – ohne Umsteigen geht es per Bahn nach Brno, das eine hübsche k.u.k.-Altstadt und dazu junges Flair zu bieten hat, denn mittlerweile stürmen hier mehr als 70.000 Studenten die Universitäten.

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