Neu gegründete Arbeitsgruppen und eine „Taskforce“ sollen dabei helfen, junge Fachkräfte in Kärnten zu halten und den Wirtschaftsstandort attraktiver zu gestalten.
Wir haben uns in der Vergangenheit selbst in vielen Bereichen behindert. Die vielen Normen fallen uns auf den Kopf“, zeigt sich Landeshauptmann Daniel Fellner bei der Pressekonferenz nach der 80. Regierungssitzung einsichtig. In Zukunft wolle man gemeinsam mit den Sozialpartnern „an einem Strang ziehen und alle Kräfte bündeln“.
Das soll insbesondere in eigens gegründeten Arbeitsgruppen und einer „Taskforce“ geschehen. Damit will das Land dem zunehmenden Fachkräftemangel in Kärnten gemeinsam entgegensteuern.
Landesvize Martin Gruber: „Diese Thematik kann nicht isoliert betrachtet werden. Es braucht einen koordinierten Ansatz, der auch bereits vorhandenes Potenzial nutzt.“ Im Mittelpunkt stand dabei auch, wie Einzelpersonen länger im Arbeitsmarkt bleiben können und Langzeitarbeitslose wieder in das Berufsleben integriert werden können.„Auch das Konzept eines degressiven Arbeitslosengeldes, bei dem die finanzielle Unterstützung mit der Zeit sinkt, könnte ein möglicher Schritt sein“, sagt Gruber.
Viele Pläne, (noch) wenig Umsetzung
Seitens der Sozialpartner verweist man auf den dringenden Handlungsbedarf, um junge qualifizierte Arbeitskräfte im Land zu halten: „Den Jungen fehlt die Zukunftsperspektive in Kärnten. Es braucht schnellere Verfahren, eine klare politische Verpflichtung und Planungssicherheit für Unternehmen“, sagt Nika Basic, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten. Weiters wird auch eine wirtschaftliche Deregulierung und Entbürokratisierung gefordert.
Alle Beteiligten müssen endlich vom Reden ins Tun kommen. Bislang blieb der große Wurf in den gegründeten Arbeitskreisen leider aus.
Nika Basic, Vizepräsidentin Wirtschaftskammer Kärnten
Bis Jänner wollen die Sozialpartner ein Arbeitspapier erstellen, dass konkrete Ideen und Prozessschritte festhält. Anschließend soll jenes Dokument in der Landesregierung abgehandelt und umgesetzt werden. LH Fellner: „Wir werden all das tun, was in unserer Verantwortung liegt.“
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