Ein massiver Schlag gegen Online-Betrüger ist nun der Wiener Polizei gelungen: Mehr als 1300 Fälle konnten dabei geklärt werden. Derzeit befinden sich drei Verdächtige in Haft, nach weiteren Komplizen wird gefahndet.
Die mutmaßliche Bande soll seit Ende 2023 systematisch vorgegangen sein. Immer wieder reisten Mitglieder von Bukarest nach Wien, mieteten hier Wohnungen an und bestellten über eigens angelegte E-Mail-Adressen Waren auf fremde Rechnung. Bezahlt wurde nie.
Auf Schwarzmarkt weiterverkauft
Die Bestellungen, wie Spirituosen, Lebensmittel, Kosmetik und Kleidung, landeten bei Abholstationen, wurden dort von den Verdächtigen eingesammelt und anschließend nach Rumänien gebracht. Dort sollen die Produkte auf einem Schwarzmarkt weiterverkauft worden sein.
Insgesamt wurden 13 Tatorte in Wien sowie drei weitere in Deutschland ausgeforscht. Die Ermittler stellten zudem zahlreiche digitale Spuren sicher. Dutzende E-Mail-Adressen, Telefonnummern und sogar Benutzerkonten eines Paketzustellers sollen für die Betrugsmasche verwendet worden sein.
Auf frischer Tat ertappt
Der Schaden beläuft sich auf rund 160.000 Euro, die dabei entstanden sind. Betroffen sind mehr als 300 Firmen. Zwei Verdächtige konnten bereits im Oktober 2025 in Wien-Simmering auf frischer Tat geschnappt werden – inklusive mutmaßlicher Betrugspakete. Eine weitere Festnahme erfolgte in Rumänien. Die beiden in Wien gefassten Männer sitzen mittlerweile in Haft. Die Fahndung nach den restlichen Mitgliedern der Gruppe läuft auf Hochtouren.
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