Die Experten der Arbeiterkammer sind gefragt wie nie – gerade in Zeiten von Teuerung und Verunsicherung suchen viele Hilfestellung. Das zeigt sich auch in der aktuellen Leistungsbilanz der AK.
Wer sich im Job benachteiligt fühlt oder befürchtet, etwa von einer Versicherung über den Tisch gezogen zu werden, der kann sich an die Arbeiterkammer wenden. Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen bieten Know-how und ganz konkrete Rechtshilfe an. Im vergangenen Jahr haben die AK-Mitarbeiter in Vorarlberg insgesamt 131.205 Beratungen durchgeführt und dabei 46,36 Millionen Euro für ihre Mitglieder zurückgeholt, wie aus der aktuellen Leistungsbilanz hervorgeht. Besonders viel zu tun hatte die Abteilung für Arbeitsrecht: Nicht weniger als 43.173 Beratungen waren hier gefragt – und 6,39 Millionen Euro wurden gesichert. In vielen Fällen ging es um falsche Lohnberechnungen und nicht korrekte Einstufungen. So wurde etwa einem Mann nach über 30 Jahren Betriebszugehörigkeit die Abfertigung falsch berechnet, die AK holte über 10.000 Euro für ihn zurück.
Einführung der Teilpension warf viele Fragen auf
Auch in der Sozialrechtsabteilung liefen die Telefone im vergangenen Jahr heiß. Schwerpunktthemen waren der Übergang in die Pension sowie Fragen zum Pflegegeld. Besonders die Einführung der neuen Teilpension warf bei etlichen Mitgliedern Fragen auf. Insgesamt führte die Abteilung 15.456 Beratungen durch und brachte 679 Klagen ein. 19,6 Millionen Euro wanderten durch die Bemühungen der AK in diesem Bereich auf die Konten der Mitglieder. Noch mehr Beratungstermine, nämlich 34.711, wurden in der Abteilung Konsumentenschutz gebucht. Abwehr von Online-Fallen, Uneinigkeiten mit Versicherungen und das Thema Wohnen waren hier die heißen Eisen. Auch im Fall von Firmeninsolvenzen – in Vorarlberg gab es im vergangenen Jahr 163 Unternehmenspleiten – unterstützt die AK betroffene Mitarbeiter dabei, ausstehende Löhne geltend zu machen und vertritt die Arbeitnehmer auch vor Gericht. 4291 Beratungen wurden in diesem Themengebiet geleistet, 10,35 Millionen Euro an Insolvenz-Entgelt konnten somit an 469 Arbeitnehmer und -nehmerinnen ausgezahlt werden.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.