Bisherige Bilanz:

Lage bei Rinder-TBC laut Land stabil

Vorarlberg
13.02.2026 16:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die vorarlbergweiten Untersuchungen sind nahezu abgeschlossen, die bisherige Bilanz gibt Grund zur Hoffnung: Insgesamt wurden rund 12.500 Rinder getestet, mit weiteren Betriebssperren ist derzeit nicht zu rechnen.  

Seit Monaten hält das Thema Rinder-TBC ganz Vorarlberg in Atem, nun gibt das Land eine vorsichtige Entwarnung: Die veterinärbehördliche Untersuchungsphase bei Rindern neigt sich dem Ende zu, landesweit wurden seit Winterbeginn rund 12.500 Rinder auf TBC getestet, davon wiesen zwölf Tiere einen positiven beziehungsweise einen fraglichen PCR-Test auf und wurden diagnostisch getötet. Weitere 55 Tiere mussten im Zuge einer Bestandstötung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb am 7. Jänner getötet werden, elf davon diagnostisch. Mit weiteren Sperren von Betrieben rechnet das Land derzeit nicht.

Aktuell sind noch sechs Höfe wegen Tuberkulose gesperrt, fünf im Bezirk Bregenz und einer im Bezirk Dornbirn. In einem Fall besteht die Sperre allerdings nur aufgrund noch laufender Hygienemaßnahmen nach einer bereits abgeschlossenen Bestandstötung. Nach deren Abschluss kann der Betrieb wieder freigegeben werden.

Die Tiere des gesperrten Betriebs im Bezirk Dornbirn wurden im vergangenen Sommer außerhalb von Vorarlberg gealpt. Bei den übrigen gesperrten Betrieben im Bregenzerwald deuten die Befunde ebenfalls auf Ansteckungen während der vergangenen Alpsaisonen hin. Konkreters wird aber erst nach Durchführung der genomischen Sequenzierung der isolierten Erreger feststehen. „Die Untersuchungen sind nahezu abgeschlossen und die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Lage stabil ist“, erläutert Landesveterinär Norbert Greber.

Auch beim Rotwild gab es Untersuchungen: Landesweit wurden im aktuellen Jagdjahr bislang 921 Stück Rotwild untersucht, davon waren 52 positiv. Die Prävalenz liegt im Bekämpfungsgebiet im Bezirk Bludenz bei 8,2 Prozent und im Bezirk Bregenz bei 2,7 Prozent. Diese hat sich damit in beiden Gebieten im Vergleich zum Vorjahr in etwa halbiert. 

Abschüsse massiv erhöht
Die Abschussvorgaben bei Rotwild wurden wegen der TBC-Situation massiv erhöht. In den betroffenen Wildregionen wurden zusätzlich zu den regulären Abschussplänen gezielte Abschussaufträge zur TBC-Bekämpfung erteilt, die je nach Wildregion einer Erhöhung von rund 13 bis 30 Prozent entsprechen. Insbesondere in der hauptbetroffenen Region Schönenbach wurden die Abschussvorgaben erheblich erhöht und zu einem Großteil bereits erfüllt: Bislang sind dort 483 von 495 nötigen Abschüssen erfolgt. Das laufende Jagdjahr endet erst am 31. März.

Sicherer Alpsommer als Ziel
Um das bislang Erreichte abzusichern und die Gefahr für Neuinfektionen zu minimieren, arbeitet das Land Vorarlberg aktuell gemeinsam mit Grundbesitzern, Jagdverantwortlichen, Alpbewirtschaftern und den Behörden an weiteren Maßnahmen für einen sicheren Alpsommer. 

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