Jüngstes Verkehrschaos

Schnee legt Greifenburg lahm: Ruf nach Umfahrung

Kärnten
05.02.2026 18:00

Es ist ein jahrzehntelanger Kampf um eine Umfahrung in Greifenburg, doch eine Bürgerinitiative stellt sich quer. Das jüngste Verkehrschaos wegen stecken gebliebener Laster lässt Gemeindevertreter einmal mehr aufhorchen.

Für Behinderungen auf Kärntens Straßen sorgte der Schneefall in den vergangenen zwei Tagen. Insgesamt 2000 Haushalte mussten im Raum Villach-Land über Stunden ohne Strom auskommen.

Doch den meisten Ärger gab es wohl in der Oberkärntner Gemeinde Greifenburg. Denn dort löste der Neuschnee ein regelrechtes Verkehrschaos aus – und zwar mitten im Ort. Und das sorgte einmal mehr für extremen Unmut bei Gemeindevertretern und der Bevölkerung.

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Das Chaos am Mittwochabend ist noch einmal glimpflich ausgegangen. Der ganze Ort war mit Lkw verstopft. Danke an alle Helfer!

Josef Brandner, Bgm. Greifenburg

Hängengebliebene Laster
Denn die B100, die Drautal Bundesstraße, war in diesem Bereich wieder mit Schwertransportern verstopft. „Lkw blieben hängen, verursachten Schäden, mussten abgeschleppt werden. Es ging einfach nichts weiter!“, schildert Bürgermeister Josef Brandner, die für ihn „katastrophale und unaushaltbare Situation“.

Seine Aufregung hat einen Grund: Es geht um die seit Jahren geplante und für die Kommune wichtige Umfahrung. Dort spricht sich eine Bürgerinitiative, wie mehrfach berichtet, seit Jahren gegen das mehrere Millionen-Euro-Vorhaben im Drautal aus und verzögert damit die Umsetzung.

Besonders im Bereich Greifenburg sorgte der Schneefall für ein Verkehrschaos.
Besonders im Bereich Greifenburg sorgte der Schneefall für ein Verkehrschaos.(Bild: Jonas Oschlinger)
(Bild: Gerhard Unterdünhofen)
(Bild: Jonas Oschlinger)
(Bild: Jonas Oschlinger)

Fassaden kaputt, Lebensqualität leidet
„Entlang der B100 herrscht erhöhter Transitverkehr, und dieser zerstört nicht nur die Fassade unserer Gebäude, sondern auch die Lebensqualität unseres Ortes“, ärgert sich der Gemeindechef. „Der Zustand lässt sich seit Jahrzehnten dokumentarisch belegen und schreit förmlich nach einer Lösung!“

Auch Lkw-Fahrer teilten ihren Unmut mit: „Ein Dank geht an alle, die den B100-Sicherheitsausbau verzögern. Mittwochabend konnten wir Berufskraftfahrer auch wieder einmal die Strecke genießen, weil erneut alles verstopft war.“

Beschwerden, eingebracht von der Bürgerinitiative, wurden vom Kärntner Landesverwaltungsgericht als „unbegründet abgewiesen“. Die Gemeinde und das Land Kärnten halten weiter an der Umsetzung fest. „Wir hoffen, dass wir bald mit dem Bau starten können. Derzeit laufen Grundablöseverhandlungen“, heißt es.

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