Wirtschaft belebt

Spital Eisenstadt bringt 217 Millionen Euro ein

Burgenland
05.02.2026 11:00

„Können wir uns das Gesundheitssystem in Österreich überhaupt noch leisten?“ Diese bange Frage stellen sich viele Gemeinden, die jedes Jahr in Summe 3,8 Milliarden Euro ins Spitalwesen einfließen lassen. In den Debatten wird jedoch oft außer Acht gelassen, wie viel Krankenhäuser an regionaler Wirtschaftskraft besitzen.

Ein eindrucksvolles Beispiel sind die Ordensspitäler wie das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, die eine wichtige Säule der Gesundheitsversorgung in Österreich darstellen. Laut aktueller Studie der Forschungsanstalt Joanneum Research zur ökonomischen Bedeutung – die Untersuchung bezieht sich auf die Daten aus 2024 – wird dem Spital in der burgenländischen Landeshauptstadt eine Wertschöpfung von mehr als 217 Millionen Euro im Jahr zugeschrieben. Fast 124 Millionen € steuert der Standort direkt bei, knapp mehr als 93 Millionen € bringt die regionale Wirtschaft auf.

Aktive Standortpolitik
„Der Wertschöpfungsmultiplikator von 1,75 bedeutet, dass jeder Euro, der im Krankenhaus Eisenstadt erwirtschaftet wird, zusätzlich 75 Cent in die Kassen im Umfeld fließen lässt. Das ist klassische, aktive Standortpolitik“, erklärt SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Robert Hergovich. Eine zentrale Rolle spielt das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ebenfalls in der Beschäftigungspolitik.

(Bild: Krone KREATIV/Patrick Huber)

Jeder Arbeitsplatz sichert weiteren Job
Aufgrund seiner Bedeutung hängen mit dem Schlüsselbetrieb insgesamt 2378 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) zusammen. Exakt 1268 Stellen sind den Studienunterlagen zufolge direkt mit dem Spital verbunden, 1110 Jobs beziehen sich auf Zulieferer, Bauwirtschaft, Dienstleistungen, Handel und Konsum. Konkret heißt das: „Jeder Arbeitsplatz im Krankenhaus Eisenstadt sichert zusätzlich fast einen weiteren Job in der Region. Vom Pflegepersonal über Technik und Verwaltung bis zu den Klein- und Mittelbetrieben profitieren ganze Wertschöpfungsketten“, hebt Hergovich hervor.

Masterplan 2030: Ausbau statt Abbau
Der positive Effekt ist weitreichend. Etwas mehr als 21 Prozent aller Spitalsbetten im Burgenland befinden sich im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Ein Drittel aller stationären Patienten wird dort behandelt. Mit dem Masterplan 2030 liegt der Fokus bewusst auf Ausbau statt Abbau: In den nächsten Jahren stehen Investitionen von 250 Millionen Euro an.

„Diese gezielten Ausgaben sichern nicht nur die medizinische Versorgung, sondern stabilisieren und schaffen Arbeitsplätze – im Krankenhaus selbst genauso wie bei Bauunternehmen, Technikfirmen und Zulieferern in der unmittelbaren Umgebung“, betont Hergovich.

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