Seit Mai 2024 im Amt
Weiterer Beamter wird nach Feuerdrama einvernommen
Einen Monat nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana hat die Walliser Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auf eine vierte Person ausgeweitet. Der heutige Leiter des Dienstes für öffentliche Sicherheit der Gemeinde wird am kommenden Freitag als Beschuldigter einvernommen.
Seine Anwälte Nicolas Rivard und Frédéric Pitteloud bestätigten am Freitag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht des Westschweizer Radio und Fernsehens RTS.
Neuer Beschuldigter erst seit Mai 2024 im Amt
Die Verteidiger wiesen darauf hin, dass der Betroffene seine Tätigkeit bei der Gemeinde erst im Mai 2024 aufgenommen habe. Er könne daher nicht für ein mutmaßliches Versäumnis bei Sicherheitskontrollen seit 2019 verantwortlich gemacht werden. Weitere Stellungnahmen werde es vor der Einvernahme nicht geben.
Kontrollen hätten jährlich stattfinden sollen
Bei der Bar „Le Constellation“, in der beim Brand in der Silversternacht 40 Menschen ums Leben kamen und 116 verletzt wurden, waren in den Jahren 2016, 2018 und 2019 nur dreimal Sicherheitskontrollen durchgeführt worden. Allerdings wurde 2016 nur die Veranda begutachtet, durch die Gemeinde Chermignon. Die Kontrollen hätten eigentlich jährlich stattfinden sollen.
Im Verlauf des Jänner hatte die Walliser Staatsanwaltschaft strafrechtliche Ermittlungen gegen die Betreiber der Bar, ein Ehepaar, eröffnet. Zudem wurde am Mittwoch eine dritte im Schweizer Recht sogenannte Strafuntersuchung gegen den früheren Sicherheitsverantwortlichen der Gemeinde eingeleitet. Dieser soll am 9. Februar als Beschuldigter angehört werden.
Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit möglichen Versäumnissen im Bereich der Sicherheitskontrollen. Die Staatsanwaltschaft äußert sich derzeit nicht zu den konkreten Vorwürfen. Für alle beschuldigten Personen gilt die Unschuldsvermutung.









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