Bußgeld für Deutschen

„Idiot“: Satiriker hisst US-Flagge auf Grönland

Ausland
30.01.2026 11:47

Der bayerische Satiriker Maxi Schafroth sorgte am Mittwoch auf Grönland für Wirbel. Der 41-Jährige hatte in der Hauptstadt Nuuk mehrmals versucht, vor dem Kulturzentrum die amerikanische Flagge zu hissen. Erst, nachdem er mehrmals „angeschnauzt“ wurde und Passanten die Polizei informierten, nahm der Spuk ein Ende. Schafroth entschuldigte sich.

Auf die Frage nach seiner Identität antwortete Schafroth den Beamten zufolge, ein US-Vertreter zu sein, bevor er von seinem Vorhaben abließ. Ein Mitarbeiter hatte ihn zuvor mehrmals daran gehindert, die Flagge zu hissen. Schafroth musste ein Bußgeld bezahlen.

Bürgermeisterin Avaaraq Olsen appellierte am Donnerstag an das Verantwortungsbewusstsein von Medienvertretern und anderen Kreativen.

Bilder der Aktion:

Schafroth gab im Nachhinein an, die „Bedeutung der Flagge für die Grönländer unterschätzt“ zu ...
Schafroth gab im Nachhinein an, die „Bedeutung der Flagge für die Grönländer unterschätzt“ zu haben.(Bild: AFP/INA FASSBENDER)
(Bild: AFP/INA FASSBENDER)
(Bild: AFP/INA FASSBENDER)
(Bild: AFP/INA FASSBENDER)

„Extrem schädlich“
Olsen forderte: „Erst denken, dann handeln. Eine Fahne im Kulturzentrum unserer Hauptstadt zu hissen, die Fahne der militärischen Supermacht, die seit Wochen angibt, dass sie gegen unser Land gewaltsam vorgehen könnte, ist kein Scherz. Das ist nicht lustig. Das ist extrem schädlich“, kritisierte sie am Donnerstag.

Auch User auf Social Media sind von der Aktion wenig begeistert: „Wie dumm kann man sein?“ oder „Idiot“, liest man mehrfach. „Deutsche und Humor, das passt nicht zusammen“ oder „Wenigstens erkennt er seinen Fehler – hoffentlich wiederholt er ihn nicht“, lästern andere. Einzelne entschuldigen sich bei den Grönländern für Schafroths Handeln.

Hier lesen Sie Auszüge der Kommentare auf X:

(Bild: x.com/OJoelsen)

Schafroth selbst in einer Stellungnahme: „Ich habe die Bedeutung der Flagge für die Grönländer unterschätzt. In Deutschland sind wir nicht besonders stolz auf unsere Flagge. Wir hissen sie nicht in unseren Gärten.“

Grenzüberschreitung „keine Absicht“
Der Polizist habe zu ihm gesagt: „Sie bewegen sich auf einem sehr schmalen Grat.“ Schafroths Antwort: „Ja, sagte ich, genau darum geht es. Wenn man diese Grenze überschreitet, bleibt nichts anderes übrig, als sich zu entschuldigen und zu sagen, dass das nicht die Absicht war.“

Schafroth arbeitet für die deutsche Satiresendung „Extra Drei“ des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Der Sender bekundete in einer Mitteilung sein Bedauern.

Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark, das wie die USA NATO-Mitglied ist. Inzwischen schloss Trump den Einsatz militärischer Gewalt aus und einigte sich nach eigenen Angaben bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte in Davos auf den Rahmen eines Grönland-Abkommens.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt