Saisondominator Domen Prevc hat seine Favoritenrolle für die Skiflug-WM in Oberstdorf eindrucksvoll unterstrichen. Der 26-jährige Slowene erzielte am Donnerstag in der Qualifikation trotz eines um drei Luken kürzeren Anlaufes als die Konkurrenz mit 228,5 m die Höchstweite. Dahinter landeten aber mit Stephan Embacher und Jan Hörl zwei ÖSV-Adler.
Als bester Österreicher überzeugte Youngster Stephan Embacher mit 227 m und Platz zwei. Dritter wurde mit 215,5 m Teamkollege Jan Hörl. Titelverteidiger Stefan Kraft landete mit 214 m auf Rang sieben.
Embacher, wie Kraft zuletzt leicht verkühlt, zeigte in der Quali den bisher weitesten Flug seiner Karriere und schwang sich damit zum Medaillenkandidaten auf. „Es macht mega Spaß. Wir haben in jeglicher Hinsicht gut gearbeitet“, meinte der 20-jährige Tiroler im ORF. In der vergangenen Saison war der ÖSV-Jungstar beim Skifliegen noch nicht wirklich zurechtgekommen. Diesmal steigerte er sich auf der Heini-Klopfer-Schanze von Sprung zu Sprung.
Kraft zuversichtlich
Auch Kraft schaffte es schon in den beiden Trainings in die Top Ten. „Das Gefühl ist ganz gut, das ist gut für das Selbstvertrauen“, meinte der 32-Jährige, der 2024 bei der Heim-WM am Kulm triumphiert hatte. Eine Kleinigkeit fehle ihm noch. „Wenn ich das noch in den Griff bekomme, könnte es gut werden.“ Auch sein Salzburger Landsmann Hörl sah einen Schritt in die richtige Richtung, war aber noch nicht restlos zufrieden. „Ich weiß, dass ich noch Potenzial habe.“ Routinier Manuel Fettner landete mit 208,5 m auf Rang 14. Gesamtweltcup-Sieger Daniel Tschofenig kam als 25. nicht über 198,5 m hinaus.
Weltrekordler Prevc dominierte mit fast spielerischer Leichtigkeit und lag am Ende nach der Verkürzung 12,7 Punkte vor Embacher. „Der hat uns dreimal zerstört jetzt“, meinte Kraft. „Wenn alles zusammenpasst, ist er nicht zu schlagen.“ Insgesamt vier Durchgänge sind in der Einzelkonkurrenz am Freitag (16.00 Uhr) und Samstag (16.30 Uhr/jeweils live ORF 1) zu absolvieren. Am Sonntag (16.15 Uhr) folgt noch der Teambewerb. Bei den Deutschen muss Andreas Wellinger zumindest im Einzel zuschauen. Der Olympiasieger von 2018, vor zwei Jahren hinter Kraft WM-Zweiter im Skifliegen, schaffte es nach den Trainingssprüngen nicht ins Aufgebot.
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