Kein WC, kein Waschen

Hausbewohner mussten tagelang ohne Wasser leben

Niederösterreich
23.01.2026 06:30

Der Begriff „Dry January“, bei dem Menschen ein Monat lang auf Alkohol verzichten, war in Asparn an der Zaya (NÖ) nicht im Sinne der Bewohner von 29 Einheiten: Denn am 1. Jänner versagte die Wasserversorgung in vier Wohnblöcken – Kanister und Mineralwasser mussten her. Am dritten Tag reichte es den Menschen aber angesichts von Katzenwäsche und Bergen an Geschirr: Sie kamen durch einen Bekannten dem Fehler auf den Grund.

Die ersten Tage des neuen Jahres wurde das Geschirr noch gestapelt – es gab kein Wasser für den Abwasch. Als sich in einem Wohnblock in Asparn an der Zaya im Bezirk Mistelbach jedoch trotz Urgierens bei der Hausverwaltung keine Lösung abzeichnete, begannen die Bewohner, sich mit Wasserkanistern zu behelfen: „Man stelle sich vor: kein WC, keine Körperpflege, keine ordentliche Reinigung für Wäsche und Geschirr!“, wettert ein verärgerter Mieter.

Techniker ohne Schlüssel: Aufsperrdienst musste her!
An den in den Versorgungsräumen angebrachten, teilweise abgelaufenen Plaketten ist schon zu erkennen: Hier läuft grundsätzlich etwas schief. Und die auf dem Trockenen sitzenden Bewohner erinnern sich noch gut an den Höhepunkt: Als der Notdienst keinen Schlüssel für den Technikraum mit dabei hatte, wurde ein Aufsperrdienst geordert.

Die Wurzel des Übels ...
29 Wohnungen sind von „wiederholten Trockenphasen“ betroffen – begonnen haben die Probleme schon ein Jahr nach dem Einziehen 2017: „Entweder fiel das Wasser ganz aus oder es floss in ,Soletti-Stärke’“, schildert ein Bewohner. „Letzteres war für uns aber eine Erleichterung, da sich der WC-Spülkasten zwar langsam, aber immerhin von allein füllte.“

... und die (Wasser-)Rettung
Als zu Neujahr die Trockenphase drei Tage währte, der Not-Techniker erfolglos war und weitere Schritte erst nach dem Betriebsurlaub des WET-Bauträgers am 7. Jänner angekündigt wurden, setzte man dort an, wo Bewohner den Fehler immer schon vermutete hatten: in der Filteranlage. Und siehe da: „Das Wasser sprudelte, als wäre es nie versiegt oder nur tröpferlweise verfügbar.“

Bauträger reagierte auf Anfrage und will die Umstände prüfen
Die WET reagierte auf „Krone“-Anfrage: „Festzuhalten ist ausdrücklich, dass die Wasserzufuhr zu keinem Zeitpunkt aktiv unterbrochen wurde“, betonte man. Auf genauere Nachfrage konkretisierte die WET den Satz aber, dass „die Hauptzuleitung gemeint war“. Die (Wasser-)Rettung erfolgte schließlich an einem Samstag, da ein Bewohner einen Bekannten, der Techniker ist, kontaktierte, der trotz körperlichen Leidens der (Wasser-)Not ein Ende setzte. Nun wird nach der Wurzel des Übels gesucht – angeblich Trinkwasser-Verunreinigungen ...

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