Unwetter in Italien
Im Livestream: Riesen-Welle erwischt Bürgermeister
Sturm „Harry“ hält aktuell den Süden Italiens in Atem: Die Bewohner haben mit Starkregen, Sturmböen und Überschwemmungen zu kämpfen. Auch zwei eifrige Bürgermeister wurden von der Kraft des Unwetters überrascht – während sie auf Facebook live waren.
Die Bürgermeister von Taormina und Santa Teresa di Riva auf Sizilien brachten sich selbst in Gefahr, während der Sturm tobte. Die beiden wollten die Bevölkerung in einem Livestream auf Facebook vor den Risiken des Unwetters warnen. Doch während sie live waren, wurden sie in Santa Teresa di Riva von einer Riesen-Welle überrascht, die die beiden Männer ins Straucheln brachte.
Torminas Bürgermeister, Cateno De Luca veröffentlichte das Video auf Facebook:
Cateno De Luca, Bürgermeister von Tormina, schrieb zu dem auf Facebook nach dem Livestream veröffentlichten Video: „Macht nicht das Gleiche wie wir!“ Er rief dazu auf, gefährliche Gebiete zu meiden. Die beiden Bürgermeister mussten ordentlich Kritik einstecken, weil sie ihr eigenes Ausgehverbot gebrochen hatten. Die Behörden warnen eindringlich davor, gefährdete Gebiete zu meiden.
Rote Warnstufe
Für große Teile von Sizilien, Kalabrien und Sardinien rief der italienische Zivilschutz am Mittwoch erneut die rote Warnstufe aus. Die Bewohner müssen mit Starkregen, Sturmböen von bis zu 120 km/h und Überflutungen rechnen, berichtet Südtirol News. In rund 150 Gemeinden wurden Schulen geschlossen, in manchen Küstengebieten dürfen die Ufer nicht betreten werden. Zahlreiche Menschen mussten evakuiert werden oder vorsorglich ihre Häuser verlassen, weil Flüsse und Bäche drohten, über die Ufer zu treten.
Mehrere Verletzte
Ein Autofahrer kam in der Provinz Reggio Calabria mit leichten Verletzungen davon, als zwei Felsbrocken auf sein Auto stürzten. Auf Sizilien manövrierte sich ein älterer Autofahrer leichtsinnig in eine gefährliche Situation: Er ignorierte eine Straßensperre und stürzte in eine aufgebrochene Fahrbahn. Der Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, wie Medien berichteten.
Auf dem Vulkan Ätna retteten Einsatzkräfte eine Schweizer Touristenfamilie, die in einen Schneesturm geraten war. Die drei Personen, darunter ein vierjähriges Kind, zeigten Anzeichen von Unterkühlung.
Särge verschwanden in Schlucht
Der Sturm richtete auch ordentlichen Sachschaden an. In der Provinz Crotone stürzte in der Gemeinde an Mauro Marchesato ein Teil des alten Friedhofs ein. Ungefähr 20 Särge wurden in eine Schlucht gerissen. In mehreren Orten kam es zu Überschwemmungen entlang der Küste. Wie lange Sturm „Harry“ noch anhalten wird, ist laut Behörden nicht absehbar.













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