Jetzt ist Schluss mit dem Geschlechter-Chaos! Beim neuen digitalen Eltern-Kind-Pass (vormals Mutter-Kind-Pass) kommt es zur Kehrtwende: Statt sechs gibt es künftig nur noch drei Geschlechtskategorien. Der Fokus liegt wieder klar auf dem, was für viele selbstverständlich ist – männlich und weiblich.
Monatelang sorgte das Thema für Aufregung. Ein Entscheid des Verfassungsgerichtshofs bestand auf nun sechs Geschlechter im Eltern-Kind-Pass, doch im Dezember-Plenum des Nationalrats entbrannte darüber ein heftiger Streit. Grund: Die ursprünglich vorgesehenen sechs Geschlechteroptionen – neben „männlich“ und „weiblich“ auch „inter“, „divers“, „offen“ und „keine Angabe“. Vor allem die FPÖ wetterte gegen diese Auswahl.
Jetzt kehrt man im Gesundheitsministerium zurück zum Start. Nach einer bereits länger geplanten Rücksprache mit Ärztinnen und Ärzten ziehen die zuständigen Beamten die „Notbremse“. Das Ergebnis: Bei der Geburt werden nur noch drei Optionen angeboten – männlich, weiblich oder „offen“.
Bei Unklarheit sollen weitere Untersuchungen helfen
Das Ministerium bestätigt gegenüber der „Krone“: Man folgt der klaren Empfehlung der medizinischen Fachwelt. Denn für die Ärzteschaft gehe es bei der Geburt vor allem um medizinische Klarheit. Fälle, in denen das Geschlecht nicht eindeutig feststellbar ist, seien extrem selten. Für genau diese Ausnahme gibt es weiterhin die Kategorie „offen“.
Und auch dafür ist vorgesorgt: Einige Wochen später findet ein Kontrolltermin statt, bei dem das Geschlecht von Bub oder Mädchen dann endgültig festgestellt werden soll.
Schlussendlich heißt das: Männlich und weiblich sind wieder der Standard. Ein Schritt, den viele Eltern begrüßen dürften – und der zeigt: Beim Eltern-Kind-Pass setzt man künftig wieder auf Einfachheit statt kruder Ideologie.
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