Kammerspiele Wien

Eine „Tanzstunde“, die auch Nichttänzer erfreut

Kritik
18.01.2026 11:48

Mit André Pohl und Katharina Klar berühren zwei Schauspielpretiosen als ungleiches Tanzpaar in Mark St. Germains Konversationskomödie.

kmm

Mit der Produktlinie „Kammerspiele wie damals“ erzielt die scheidende Josefstadt-Direktion gerade ansprechende Resultate und Umsätze. Hochqualitätsunterhaltung ist angesagt, zu Scrooge und Sherlock Holmes gesellt sich Mark St. Germains klassische Konversationskomödie „Die Tanzstunde“. Feines Dialoghandwerk erfreut da, pointensicher, warmherzig, medizinisch gut recherchiert: Ein autistischer Intellektueller und eine vielleicht irreparabel blessierte Broadway-Tänzerin finden einander in einem Märchen der Ermutigung, dem man sich in diesen unfrohen Zeiten gern anvertraut.

Der Regisseur Folke Braband erweist wieder sein Können, was uneitle Personen- und Dialogführung betrifft. Auf der Bühne stehen zwei Schauspielpretiosen, die exemplarisch für das teils über Jahrzehnte gewachsene Josefstadt-Ensemble stehen. André Pohl, dessen kauzige Präsenz man quasi zeit seines Kritikerlebens zu schätzen meint, gibt den schrecklich einsamen Autisten, ohne ihn zu denunzieren. Die ausnahmeformatige Katharina Klar setzt ihm die Verzweiflung einer aus allen Lebensgewissheiten geworfenen jungen Frau entgegen. Dass man beide unter der neuen Direktion nicht mehr sehen wird, soll nicht unwidersprochen bleiben.

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