Schoko-Snack schrumpft

Supermarkt macht versteckte Teuerung nun sichtbar

Wirtschaft
16.01.2026 19:12
Porträt von krone.at
Von krone.at

Klein, unscheinbar – und plötzlich teurer: Der erste heimische Supermarkt macht jetzt die sogenannte „Shrinkflation“ für seine Kunden sichtbar: Produkte, die im Preis gleich bleiben, aber in der Menge schrumpfen, werden nun direkt am Regal gekennzeichnet – mit einem eigenen Hinweisschild.

Das erste Produkt, das von der neuen Kennzeichnung durch Billa betroffen ist, ist der „Milka Choco Snack 4x27g“. Ein kleines rotes Täfelchen neben dem Preisschild weist hier klar auf die versteckte Preiserhöhung hin: „Shrinkflation: Versteckte Preiserhöhung“.

Veränderung würde kaum auffallen
Damit soll auf einen Blick ersichtlich werden, dass der Packungsinhalt von ehemals 29 Gramm pro Riegel auf 27 Gramm reduziert wurde – eine Veränderung, die beim flüchtigen Einkauf wohl kaum auffallen würde.

Ab 1. April sind die Märkte in Österreich gesetzlich verpflichtet, alle von „Shrinkflation“ betroffenen Produkte zu kennzeichnen. Billa hat die Regelung nun bereits früher umgesetzt – das erste Produkt wurde bereits seit Anfang Jänner entsprechend deklariert.

Mit diesem Piktogramm kennzeichnet Billa künftig versteckte Preiserhöhungen:

Bislang nur ein Produkt betroffen
Peter Gschiel, Vertriebsdirektor von Billa in der Steiermark und im Südburgenland, erklärte gegenüber der „Kleinen Zeitung“: „Das Milka-Produkt ist das erste und bisher einzige, das in allen Filialen ausgewiesen ist.“ Weitere Produkte stünden aktuell nicht auf der Liste. Die Maßnahme betrifft dabei nicht nur die Steiermark, auch in anderen Bundesländern sei sie bereits umgesetzt worden.

Auf der Unternehmenswebsite heißt es, dass Billa mit der Kennzeichnung sicherstellen möchte, dass Verbraucherinnen und Verbraucher sofort erkennen können, wenn sich die Inhaltsmenge eines Produkts verändert hat. Die Kennzeichnung gelte zunächst für 90 Tage, sofern der Hersteller selbst keine entsprechende Information bereitstellt.

Hilft Kennzeichnung gegen Teuerung?
Billa betont zudem, dass die Mengenänderungen durch die Hersteller erfolgen und der Handel selbst nicht verantwortlich sei. Ziel sei es, den Kunden volle Transparenz zu bieten und bewusste Kaufentscheidungen zu ermöglichen.

Die Kennzeichnung könnte künftig häufiger zu sehen sein. Während aktuell nur die Milka-Süßigkeit betroffen ist, könnten bald weitere Produkte in allen Billa-Filialen ähnliche Hinweise erhalten. Damit wird „Shrinkflation“ nicht länger nur eine versteckte Preiserhöhung – sondern sichtbar direkt im Supermarktregal.

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