Erholung zwischendurch

Pistengaudi als Konkurrenz zum Thermenspaß

Burgenland
19.01.2026 06:00

Aufgrund der Schneelage büßten die Thermen in Österreich Tagesgäste ein. Die kommenden Ferienwochen sind gut gebucht. Mit der Wintersaison zeigen sich die Manager zufrieden.

Mitten in der Hochsaison haben die burgenländischen Thermen eine eher ungewohnte Konkurrenz bekommen: Kleine Skigebiete, wie etwa Wiesen oder Kukmirn, öffneten aufgrund der guten Schneelage. Werner Cerutti, Geschäftsführer der Therme Lutzmannsburg, meint zur „Krone“: „Dadurch bleiben die Tagesgäste ein wenig aus.“ Dennoch zeigt er sich zufrieden mit der Wintersaison, die auf dem Vorjahresniveau läuft. Die Therme Lutzmannsburg verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Rekord mit 302.000 Nächtigungen.

Hotels in den Semesterfeien ausgebucht
 Für die kommenden Semesterferien sind die Hotels ausgebucht. In den Osterferien liegen die Buchungen auch mit zehn Prozent höher als voriges Jahr, „aber bei unseren Hotelpartnern, die tolle Angebote haben, gibt es schon noch Zimmer“, beruhigt Cerutti.

Die Sonnentherme Lutzmannsburg wirbt um Familien mit Babys und Kleinkindern.
Die Sonnentherme Lutzmannsburg wirbt um Familien mit Babys und Kleinkindern.(Bild: Sonnentherme Lutzmannsburg)

Nasskaltes Wetter mit Nebel treibt normalerweise um diese Jahreszeit auch viele in die St. Martins Therme auf der Suche nach Wärme und Behaglichkeit. Heuer bemerkt man hier den Schneesegen nicht nur der kleinen Schigebiete. Geschäftsführer Klaus Hofmann erklärt: „Die derzeitige Schneelage ist eine nicht so gute Entwicklung – wir profitieren normalerweise von einer schlechten Schneelage. Allerdings bemerken wir auch, dass viele Familien sich das Schifahren nicht mehr leisten wollen und stattdessen das Erlebnis in der Therme bevorzugen.“ 

Rasch buchen für Familienzimmer
 Für die Semesterferien gibt es derzeit noch Zimmer, weil viele Gäste immer kurzfristiger buchen. Hofmann: „Aber bei Familienzimmern muss man rasch zugreifen, damit man noch das Gewünschte bekommt.“ Für Ostern kann noch gut gebucht werden. Im Frühling ist ein Aufenthalt in der Therme durch die Naturerlebnisse mit Safaris im Seewinkel besonders attraktiv für die Besucher.

Stegersbach zeigt sich heuer im Jänner sehr beliebt.
Stegersbach zeigt sich heuer im Jänner sehr beliebt.(Bild: Allegria Resort Stegersbach/J. Koller)

Zuwächse zeichnen sich im Jänner auch im Allegria Resort Stegersbach ab, berichtet Geschäftsführer Marcel Pomper: „Der Jänner liegt bereits um zwei Prozent besser als geplant. Auch in der Therme herrscht gute Nachfrage.“

Wetter ist ein Argument für Thermen
Die Effekte durch die kleinen Schigebiete will man beobachten, aber „das Wetter spielt eine positive Rolle für unsere Tagesgäste“, die einfach die Flucht aus der kalten Nebelsuppe antreten. Die erste Woche der Semesterferien mit vorwiegend Gästen aus Wien ist bereits zu 80 Prozent ausgebucht, wenngleich Pomper weiß, dass „wenn in den Semesterferien Schnee liegt in den großen Schigebieten, dann fahren die Gäste eher auf Schiurlaub.“ Die zweite Ferienwoche, das ist die des Burgenlandes, ist schwächer gebucht. Für die Osterferien ist Stegersbach ebenfalls gefragt, weil man Gästen für den gleichen Zeitraum im Folgejahr bei Vorausbuchung gleich nach der Abreise Anreize in Form kleiner Geschenke bietet. „20 Prozent der Gäste aus dem Vorjahr haben so schon gebucht.“ Im vergangenen Jahr erzielte die Therme Stegersbach ein Plus von 20.000 Tagesgästen trotz einer dreimonatigen Baustelle.

Avita-Resort in Bad Tatzmannsdorf mit Bereichen für Erwachsene.
Avita-Resort in Bad Tatzmannsdorf mit Bereichen für Erwachsene.(Bild: Avita Resort)

Die Avita-Therme in Bad Tatzmannsdorf ist nach dem Legionellen-Verdacht im Dezember wieder auf Kurs. Geschäftsführer Manfred Prisching zu „Krone“: „Emotional und wirtschaftlich haben wir uns noch nicht ganz erholt.“

Stammgäste hielten die Treue
Aber auf die Stammgäste konnte man sich in der Situation verlassen, „sie haben sogar umgebucht, weil sie mit uns mitgezittert haben“, erzählt er erleichtert. Mehr als die Hälfte, 54 Prozent, sind Stammgäste. Bei den Tagesgästen liegt man derzeit gleichauf mit dem Vorjahreswert. Für die Semesterferien gibt es noch Zimmer, es wird aber kurzfristig gebucht, was heißt, dass man schnell sein sollte, wenn man ein bestimmtes Zimmer möchte. Dasselbe gilt für die Osterferien. Die Konkurrenz zu den Skigebieten bemerkt Prisching bei Avita nicht: „Schifahren und Therme lassen sich auch perfekt vereinbaren.“ Am Herzen liegt ihm, dass mehr ausländische Gäste das Südburgenland entdecken. 

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