Mit Mercosur-Staaten

Österreich betreibt kaum Lebensmittelhandel

Wirtschaft
15.01.2026 19:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Österreichs Lebensmittelsektor hat bisher nur wenig Handel mit den Mercosur-Staaten betrieben. Die agrarischen Importe aus den südamerikanischen Ländern machten in den ersten drei Quartalen 2025 0,8 Prozent aller Einfuhren aus. Soja-Importe sind in dieser Zahl allerdings nicht enthalten.

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) führt das darauf zurück, dass die Produkte, die vor allem aus Brasilien stammen, hauptsächlich nach Deutschland verschifft und dort in den freien Warenverkehr überführt würden. Sie könnten daher nicht direkt den Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay zugeordnet werden. Generell würden die österreichischen Agrarimporte gemessen an den Gesamteinfuhren kaum ins Gewicht fallen, sagte Josef Domschitz vom WKÖ-Fachverband der Lebensmittelindustrie am Donnerstag.

Mit dem Abbau der Zollschranken dürfte der Handel in den kommenden Jahren zwar zunehmen, vor einer möglichen Schwemme an Lebensmitteln aus Südamerika müsse man aber keine Angst haben. Domschitz verglich mit dem Freihandelsabkommen CETA: Die Importe aus Kanada seien nach dem Abschluss im Jahr 2017 bis 2024 von rund 12,9 Millionen Euro auf 20,75 Millionen Euro gestiegen und damit nicht rasant nach oben gegangen.

Keine Anfragen österreichischer Betriebe
Bisher habe die AMA noch gar keine Anfragen österreichischer Betriebe zum Export nach Südamerika erhalten, sagte Marketing-Chefin Christina Mutenthaler-Sipek. Sollte Interesse bestehen, unterstütze man „freilich bei der Vermarktung“. Mit dem Pakt müssten die Konsumentinnen und Konsumenten umso genauer informiert werden, woher die gekauften Produkte stammen.

Das Handelsabkommen war jüngst gegen die Vorbehalte und den Protest vieler Landwirtinnen und Landwirte in der EU beschlossen worden. Kritikerinnen und Kritiker befürchten unter anderem Druck durch billige Importe aus den Mercosur-Staaten und weniger Lebensmittelsicherheit. Am kommenden Samstag will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen das Mercosur-Abkommen offiziell in Paraguay unterzeichnen. Das EU-Parlament muss noch zustimmen, damit es auch in Kraft treten kann.

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