Eiskalt erwischt hat es Kinder, die in Bruckneudorf (Burgenland) mit dem Schulbus zum Unterricht wollten. Bei frostigen Minusgraden mussten sie an einer entlegenen Haltestelle ausharren – vergebens!
„Nur Scherereien!“ Das brachte die arktische Kälte vielen Autofahrern, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Gemeint ist der Griff zum Eiskratzer und das Schaben an der Windschutzscheibe. Richtig bitter wurde es aber für Kinder aus Bruckneudorf im Bezirk Neusiedl am See, die am Montag zur Schule mussten – unter anderem nach Bruck an der Leitha im benachbarten Niederösterreich.
Eltern verärgert
Bei minus neun Grad und Wind warteten sie an der Haltestelle Kriegerdenkmal auf den Bus 276, der fahrplanmäßig um 7.17 Uhr vorfahren sollte. Doch weit und breit war kein „Öffi“ zu sehen.
„Die Kinder haben furchtbar gefroren. Als gegen 7.30 Uhr noch immer kein Schulbus da war, sind sie zu Fuß zwei Kilometer zum Unterricht marschiert. Ihre Finger waren klamm, Hände und Gesicht schmerzten, als sie ankamen“, berichten aufgebrachte Eltern.
Die Kinder haben furchtbar gefroren.
Aufgebrachte Eltern zur „Krone“
„Wir bedauern“
„Beschwerden können nicht telefonisch eingebracht werden, das österreichische Unternehmen Postbus hat keine Hotline mehr für Anfragen“, ärgert sich eine Mutter. Nach dieser bitteren Erkenntnis hat sie sich an den Verkehrsverbund Ost-Region gewandt. „Wir bedauern, Ihr Anliegen nicht bearbeiten zu können, da die Niederösterreichischen Regionalbusse und die Bedarfsverkehre von der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft übernommen worden sind“, hieß es in der schriftlichen Antwort.
„Kunden nur im Kreis geschickt“
Die Alleinerzieherin wurde an den Kundenservice der NÖVOG, so die Kurzform, verwiesen. „Dass der Bus ausbleibt, kommt immer wieder vor. Bei Eiseskälte ist dieses Malheur umso schlimmer. Anstatt jedoch angehört zu werden, um Probleme zu lösen, werden Kunden nur im Kreis geschickt“, kritisiert die Mutter. Sie wartet auf Rückmeldung.
Viele Busse voll
Mehr gefüllt als sonst waren hingegen die Busse der Verkehrsbetriebe Burgenland. „Trotz der Witterung verläuft der Betrieb im Großen und Ganzen reibungslos“, lautete die aktuelle Bilanz. Erhöhte Vorsicht galt Dienstag in der Früh beim Verlassen des Hauses vor allem im Nordburgenland. Gefrorener Schnee und Regen hatten die Gehsteige regelrecht in Eislaufbahnen verwandelt. Bereits am Vormittag mussten die ersten Verletzten nach Stürzen ins Krankenhaus in Eisenstadt eingeliefert werden, viele mit Arm- oder Beinbrüchen.
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