Die Festspiele Reichenau und Intendantin Maria Happel feiern diesen Sommer vom 1. Juli bis 2. August mit sechs Produktionen ihr 100-jähriges Bestehen. Neben Klassikern von Schnitzler, Roth und Zweig gibt es eine „Fledermaus“ und Tolstoi im Südbahnhotel.
Es war im Sommer 1926 als in der ehemaligen Waissnix-Mühle im malerischen Reichenau an der Rax erstmals Theater gespielt wurde. Hundert Jahre später begehen die Festspiele Reichenaus dieses Jubiläum mit jenem Stück, das schon damals den Sommertheater-Reigen eröffnete: Johann Strauss’ Operette „Die Fledermaus“. Das zuletzt am Burgtheater gefeierte Regieduo Nils Strunk und Lukas Schrenk widmet sich dem Klassiker. Noch wird an der neuen Fassung „in den wilden 20er-Jahren“ gefeilt: „Das ist ein gewaltiges Vieh!“, erzählt Strunk von seiner ersten Operette.
Ebenfalls einen Klassiker, ja einen „Monster-Roman“ bearbeitet Nicolaus Hagg gerade: Er adaptiert Leo Tolstois „Krieg und Frieden“ für das Südbahnhotel am Semmering, das nach wie vor geduldig auf seine Restaurierung wartet.
Neben Strauss und Tolstoi setzt Intendantin Maria Happel in der Jubiläumssaison im Theater in Reichenaus auf Dichter, die eng mit der Region am Fuße der Rax verbunden sind: Arthur Schnitzler, Joseph Roth und Stefan Zweig. Auch das Schauspielerteam ist gewohnt namhaft – von Julia Edtmeier, Julia Stemberger und Sona MacDonald bis zu Tim Werths, Martin Schwab und Nils Arztmann.
Für die Kinderproduktion zeichnet Johanna Arrouas verantwortlich. Maria Happel selbst hält sich als Intendantin im Hintergrund, ist aber bereit, „wo auch immer kurzfristig einzuspringen, falls nötig“.
Mit einem Gesamtbudget von 4,7 Mio. Euro zeigen die Festspiele Reichenau 2026 sechs Eigenproduktionen in 130 Vorstellungen, für die 41.000 Karten aufgelegt sind. Ob die Jubiläumssaison an die Auslastung aus dem Vorjahr von 91 Prozent herankommt, wird sich nach dem Vorverkaufsstart Mitte Jänner zeigen. Judith Belfkih
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